Nintendo NX: Handheld setzt auf NVIDIAs Tegra und Cartridges

Noch sind die Informationen zu Nintendos neuer Konsole mit dem Codenamen NX recht spärlich gesäht. Hie und da tauchen neue Informationsfetzen auf und man darf sich seinen Reim darauf machen und versuchen, sich irgendein Bild von der Konsole zu machen…

Jetzt gibt es aber einen ganze Schwall von neuen Informationen zum neuen Konsolen-Handheld-Hybriden, die Digital Foundry zusammengetragen hat:

Nintendo NX arbeitet mit NVIDIAs Tegra

Die aktuellen Developer Kits der NX arbeiten wohl mit NVIDIAs Tegra X1 Chip, der sich ebenfalls in der NVIDIA Shield Android TV und dem Pixel C Tablet von Google findet. Damit geht Nintendo wieder einmal genau den anderen Weg, als es Sony und Microsoft mit ihren Konsolen tun – für die nächsten, bzw. Neuauflagen der PlayStation und XBox kommen nämlich Chips von AMD zum Einsatz. Allerdings ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass man für den Release der Konsole noch das Update auf NVIDIAs neuesten Streich, den Tegra Next Chip machen wird, der im Herbst diesen Jahr vorgestellt werden soll.

Dass der Tegra X1 aber trotzdem aktuell einer der stärksten Grafikchips ist, wissen wir – allerdings hat er diese Position nur im mobilen Segment inne. Auf jeden Fall aber unterstützen beide Chips nativ die sehr populäre und starke Unreal Engine 4 und die Vulkan-Schnittstelle.

 

halb Handheld, halb Konsole

Die NX soll den sehr erfolgreichen Nintendo DS und die wenig erfolgreiche WiiU zusammenführen. Man will offenbar einen Handheld schaffen, der über genug Power verfügt, um trotzdem mit Konsolengrafik aufwarten zu können. Dafür wird die NX wohl aus zwei Teilen bestehen: einem tragbaren Display-Teil mit Controller-Elementen und einer Base-Station, die mindestens über eine Stromversorgung für den Handheld-Teil verfügt, aber höchstwahrscheinlich darüberhinaus weitere Anschlüsse für Peripherie, externe Speicher und weiteres bietet. Allerdings wohl nicht über einen HDMI-Anschluss, denn die NX wird kabellos mit den Fernsehern der Welt verbunden werden können.

Für den Handheld hat sich Nintendo angeblich ein weiteres Gimmick ausgedacht; die Controller-Elemente sollen abnehmbar sein und es so ermöglichen a) auch nur mit dem Handheld-Teil dem Kumpel eine Controller-Einheit zu geben und unterwegs gemeinsam zum Beispiel eine Runde Mario Kart zu zocken und/oder b) die Controller-Einheiten für den Einsatz zuhause auf der Couch abzunehmen und sie vergleichbar mit kabellosen Wii-Nunchucks als ein zweiteiliger Controller einzusetzen.

 

Spiele-Kassetten sind die neuen BlueRays

Wie habe ich darauf gewartet (und hier wurde es ja im Grunde schon angedeutet)! Nintendo setzt das erste Mal nach über 15 Jahren (da wurde der Gamecube vorgestellt) nicht auf optische Medien und wird für die NX wieder zurück zur Cartridge gehen. Das ergibt auch in heutigen Zeiten durchaus Sinn: einen schnellen Speichercontroller vorausgesetzt, kann die Datenübertragungsrate eines Flash-basierten Speichers jede 12cm-Scheibe in die Tasche stecken.

Natürlich profitiert man auch von der Robustheit der Kassetten, die einem einen Sturz oder einen Kratzer ganz locker verzeihen, während jede BueRay oder DVD wohl den schnellen Datentod stirbt. Nicht zuletzt auch die Größe der Konsole profitiert von der Vernwendung von Cartridges, denn während hier theoretisch nur etwa der platz eines SDKarten-Slots notwendig wäre, müsste man für optische Datenträger einen Bereich von mindestens 12 x 12 cm vorhalten.

 

Das alles klingt ziemlich spannend und auch vielversprechend. Ich hoffe einfach nur, dass Nintendo das alles auch so vermarktet, dass nicht sofort bei den Leuten der Eindruck entsteht, dass man nur einen neuen Nintendo DS mit nur einem Bildschirm auf den Markt bringt, sondern die Konsole tatsächlich das performante System ist, das es verspricht zu werden.

 

 

 


Quelle: golem

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