Tronsmart Element T6 Plus: mein neuer Lieblingslautsprecher

Tronsmart Element T6 Plus

9.3

Sound

9.5/10

Akkulaufzeit

10.0/10

Schnittstellen

10.0/10

Bedienung

7.5/10

Pros

  • 360° Sound
  • insgesamt toller Klang
  • schlicht, schicke Optik
  • Lautstärkebedinung

Cons

  • Verarbeitung teilweise nur "okay"
  • Bedienelemente nicht gut zu sehen
  • Lautstärkeregelung könnte kleinschrittiger sein

Mit dem Element T6 Plus hat Tronsmart eine überarbeitete Version des Element T6 auf den Markt gebracht, der in fast jeder Hinsicht besser als sein kleiner Bruder ist.


TL;DR

Ich habe damals schon den Element T6 gelobt, der einen tollen 360° Klang und eine super Bedienung bot. Da lag es natürlich nahe „ja“ zu sagen, als mir der Hersteller anbot, die größere Variante, den Tronsmart Element T6 Plus zu testen. Der Lautsprecher verfügt über die gleiche, clevere Bedienung für die Lautstärkeregelung in Form eines drehbaren Elements auf der Oberseite, zusätzlich aber über mehrere Equalizer-Modi, mehr Anschlüsse und endlich auch über USB Typ-C. Lautstärke und Klang sind sehr gut und das Design ist schick und schlicht. Zwar bin ich nicht der größte Fan der weiteren Bedienelemente, aber inzwischen hat der Element T6 Plus den Platz als mein go-to Bluetoothlautsprecher eingenommen.

Wer es gerne ausführlicher haben will, der kann den kompletten Bericht lesen – oder aber sich meine Meinung im Video ansehen:


Wie oberflächlich: der T6 Plus von außen

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an. Der Element T6 Plus von Tronsmart ist ein Zylinder. Ein großer, schwarzer Zylinder – denn der Lautsprecher ist immerhin rund 20×8 Zentimeter groß und damit schon eher etwas für den Schreibtisch oder das Regal als für die Tasche, obwohl man ihn mit 670 Gramm trotzdem mit sich herumtragen kann. Der T6 Plus ist, bis auf die Bedienelemente auf der Rückseite, ringsherum mit Stoff ummantelt und strahlt durch diesen Stoff annähern 360° seinen Sound ab. Auf der Oberseite sitzt ein runder Drehknopf, über den man Musikwiedergabe starten und pausieren kann und die Lautstärke des Lautsprechers regulieren kann – ein Feature, das ich schon beim kleineren Element T6 lieben gelernt habe.

Auf der eben schon angesprochenen „Rückseite“ sitzen die weitere Bedienelemente: Vor, Zurück, eine TWS-Taste, mit der sich ein zweiter Lautsprecher hinzufügen lässt, sodass man ein Stereopaar erhält, ein Equalizer-Button, eine „Modus“ Taste und ein Powerbutton. Ganz unten findet man eine Spritzwasser-geschütze Kappe, unter der sich USB Typ-C, USB A, microSD und einen AUX-Anschluss.

Genau wie der Tronsmart Element T6 besitzt auch der T6 Plus unten drunter einen zusätzlichen Treiber, der für den Bass sorgt und den Untergrund, auf dem der Speaker steht, zum Vibrieren bringt. Ein nicht zu unterschätzendes Feature.

Super Bedienung – wäre da nicht…

Ja. Wäre da nicht diese eine Sache. Ich hatte beim kleineren Element T6 gelobt, dass man alle notwendigen Bedienelemente auf der Oberseite sitzen und damit zu jeder Zeit direkt erreichbar sind. Einschalten, Play/Pause, Vor und Zurück sieht man sofort, kann sie drücken, ohne zu frickeln oder zu suchen und der drehbare Ring erlaubt sofort und unkompliziert, die Lautstärke regulieren zu können.

Der T6 Plus macht das ähnlich, aber eben nicht genau so gut, wie ich finde. Oben drauf findet man auch hier ein Dreh-Element, mit dem man die Lautstärke steuern kann – das funktioniert auch super und ist genau so eingängig, wie beim kleineren Modell. Drückt man den Drehregler, kann man direkt pausieren oder eben die Wiedergabe starten. Alle weiteren Knöpfe sitzen aber eben auf der langen, bzw. der Rückseite des Speakers und sind damit praktisch nicht zu sehen und auch nur schwer zu ertasten. Kann man sie ertasten, muss man aber wissen, welcher Button jetzt wofür genau genutzt wird. Das finde ich unschöner, als beim Element T6 und sorgt dafür, dass ich den T6 Plus immer wieder in die Hand nehmen muss, um mal etwa einen Song zu skippen. Außerdem ist der Drehregler auf der Oberseite (zumindest bei meinem Modell) etwas wackelig und hat etwas Spiel zu den Seiten. Das tut zwar der Bedienung keinen Abbruch, aber bei einem Lautsprecher, der deutlich über 60€ kostet, darf man da ruhig mal meckern.

Positiv muss ich aber die Anschlüsse hervorheben. Hier hat Tronsmart nicht nur endlich den Schritt zu USB Typ-C geschafft, was ich sehr begrüße, sondern auch einen optionalen microSD-Kartenslot integriert, sondern gleichzeitig auch einen vollwertigen USB A Anschluss, mit dem man auch bei der Wiedergabe zum Beispiel sein Smartphone laden kann.

Beim T6 Plus hat man außerdem die Möglichkeit integriert unter Android etwa den Google Assistant auszulösen. Das wird von Tronsmart als explizites Feature beworben, findet man aber auch in anderen Lautsprechern oder Kopfhörern durch ein längeres Drücken einer der jeweiligen Tasten. Die Funktion tut absolut ihre Arbeit und funktioniert auch super, wer aber eventuell einen Google Home oder Google Assistant enabled Speaker Zuhause hat, der wird hier vergeblich nach einer kompletten Sprachsteuerung suchen. Eine Taste muss man trotzdem drücken.

Es ist auch manchmal Gold, was nicht glänzt: Akkulaufzeit

…was mich direkt zum nächsten Punkt führt. Der Akku des Element T6 Plus von Tronsmart verfügt über einen 6.600 mAh starken Akku, der dem Lautsprecher selber eine Laufzeit von bis zu 15 Stunden ermöglicht und zusätzlich das Laden des Smartphones oder anderen Geräten erlaubt. Dann reduziert sich natürlich die Laufzeit, aber man spart sich theoretisch die Powerbank.

Ich selber habe zwar keine 15 Stunden mit dem Lautsprecher geschafft, aber kann bestätigen, dass bei mehr als nur der minimalen Lautstärke eine Wiedergabezeit von deutlich über 10 bis etwa 12 Stunden geschafft werden. Damit kann man also auch ganz locker den Tag am See oder das Grillen mit den Freunden beschallen, ohne sich Sorgen um eine Stromquelle zu machen.

Allerdings dauert das vollständige Laden des Element T6 Plus auch ein paar Stunden.

Es geht nur um den Sound

Zugegeben: wen interessiert schon, wie schön ein Lautsprecher aussieht und wie gut oder schlecht er sich bedienen lässt, wenn der Klang miserabel ist? Ich habe lieber einen hässlichen Speaker, als einen, der hässlich klingt. Und auch hier ist der Element T6 Plus wieder besser als der kleine Bruder.

Ich war seinerzeit schon angetan vom Klang des Element T6 und habe sowohl den 360° Sound als auch die allgemeine Soundqualität gelobt. Und das gilt auch für den großen Bruder. Auch wenn ein relativ breiter Streifen auf der einen Seite des Zylinders durch die verschiedenen Bedienelemente quasi verdeckt wird, erhält man einen Klang, der rundum einheitlich ist. Ich bin kein Audioingeneur, aber ich würde sagen, dass man von den möglichen 360° wohl etwa 350° erhält. Steht der Lautsprecher im Raum ist der Sound eigentlich überall gleichmäßig. Und er ist wirklich gut.

Höhen werden klar wiedergegeben, Mitten sind da und der Bass ist 100% da. Hier zahlt sich der zusätzliche Treiber, der im unteren Ende sitzt auf jeden Fall weider aus. Auch der bewegt sich schön mit, wummert und wabert und überträgt die Tiefen Töne schön auf den Tisch oder die Arbeitsplatte oder wo auch immer der T6 Plus gerade steht.

Der „EQ“-Taster auf der Rückseite kann übrigens zwischen drei Modi für ein unterschiedliches Klangbild schalten. Tronsmart nennt sie „Vokal“, „3D Deep Bass“ und „Extra Bass“. Ich würde sie eventuell „normal“, „bisschen mehr Bass“ und „Extra Bass“ nennen – und auch, wenn ich eigentlich nicht der Typ für super heftigen Bass bin, finde ich die letzte der drei Einstellungen ehrlich gesagt ab attraktivsten. Vielleicht liegt es daran, dass der T6 Plus trotz des „Extra Bass“ immer noch alles gut erkennbar wiedergibt und nicht matschig wird, aber gerade im direkten Vergleich mit der „Vokal“ Voreinstellung wirken Songs dann manchmal schon fast etwas dünn.

Der Element T6 Plus verfügt über 40W Leistung und die merkt man auch, wenn man den Lautsprecher an seine maximale Lautstärke bringt. Auf höchster Lautstärkestufe behält der T6 Plus trotzdem einen guten Klang und fängt nicht an zu krächzen oder zu übersteuern. Einzig die minimale Lautstärke könnte für den einen oder anderen eventuell ein wenig zu laut sein. Die einzelnen Schritte der Lautstärkeregelung sind okay – könnten aber ebenfalls ein klein wenig kleinschrittiger sein.

Und? Ist das jetzt der beste Bluetoothlautsprecher auf dem Markt?

Keine Ahnung. Ich habe ja noch nicht alle getestet.

Aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass der Element T6 Plus noch deutlich besser ist, als der Element T6, den ich vor längerer Zeit getestet hatte und seitdem zu meinem am meisten genutzten Speaker überhaupt geworden ist. Der kleinere Element T6 hat mich, seit ich ihn damals zum Testen bekommen hatte, zig Mal im Garten, beim Grillen, Kochen oder beim Dachausbau begleitet und mich dabei nie enttäuscht. Staub, Wasser und den einen oder anderen Fall auf den Boden hat der gut überstanden und gleiches verspricht auch der Element T6 Plus – wenngleich ich den noch schicken finde und daher (zumindest jetzt noch) mehr wie ein rohes Ei behandle.

Ich kann aber eben sagen, dass ich den Sound großartig finde, die Lautstärke das übersteigt, was ich in der Regel benötige und ich die Bedienung mit dem Drehregler auf der Oberseite immer noch für die beste Lösung halte, wenngleich ich die Tasten auf der Rückseite eher unpraktisch finde.


Der Element T6 Plus wurde mir von Tronsmart kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine persönlich Meinung zu dem Lautsprecher habe ich von dieser Tatsache nach bestem Gewissen nicht beeinflussen lassen.

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