Das Internet in der Hosetasche: Yota Ruby

Heutzutage gibt es viele Anbieter, die Verträge zur Verfügung stellen, die entweder nur eine Datenoption bieten oder hauptsächlich auf die mobile Datenverbindung ausgelegt sind. Diese Verträge gibt es teilweise für wirklich kleines Geld: wenige Euro pro Monat – und dafür bekommt man dann bis zu 5 GB Traffic. Für viele ist so ein Vertrag aber nicht unbedingt reizvoll, weil man ja doch das eine oder andere Mal einen Anruf tätigen oder (es soll ja noch welche geben) eine SMS schreiben will.

Hier kommt der Yota Ruby ins Spiel.

yota ruby (2)

 

Das Gerät

Beim Ruby handelt es sich um einen mobilen WLAN-Router/Hotspot, der neben einem flachen und wirklich ansprechenden Design ein paar nette Funktionen mit sich bringt.
Der Ruby kommt mit einem 2100mAh Akku, der dem Gerät die nötige Ausdauer verleiht und mit gerade 108 Gramm und knapp 97 x 61 x 19 Millimeter absolut (Hosen-)Taschentauglich ist. Unter der Haube bringt das Gerät mobile Datenverbindungen von GPRS bis LTE mit. Habt ihr also die nötige Netzabdeckung könnt ihr mit dem Ruby so schnell wie daheim (oder bei manchen auch schneller) im Internet surfen.

Die Standby-Zeit wird hier übrigens in Wochen gemessen; nach 2 Wochen des Nicht-Nutzens hatte der Ruby vielleicht 30% Akkukapazität verloren – im Betrieb verbrät der mobile Hotspot etwa 8-9% pro Stunde. Damit für mich auf jeden Fall genug, um über den Tag zu kommen.

 

Funktionen

Der Ruby ist ziemlich schnell eingerichtet: einschalten, mit dem WLAN „Yota Ruby“ vebinden und nach Belieben einrichten. Und hier kommt auch ein Pluspunkt des Ruby in den Einstellungen zum Vorschein: Das Gerät verfügt über zwei Betriebsmodi: einen komplett geschlossenen Modus, in dem der Router nur ein Netzwerk zur Verfügung stellt, dass via WPA / WPA 2 gesichert ist und einen zweiten Modus, in dem man 10 Verbindungen aufteilt: 3 von 10 möglichen Verbindungen sind offen, 7 über die gesicherte Verbindung. Oder vielleicht wollt ihr auch nur maximal 1 Person erlauben, sich in das offene Netzwerk einzuklinken und die restlichen 9 möglichen Verbindungen laufen verschlüsselt. Dabei trennt der Ruby die Netzwerke übrigens voneinander, dadurch braucht man keine Sorge zu haben, dass jemand Datenpakete abgreift – auf die Weboberfläche des Ruby selber kann man aus dem offenen WLAN ebenfalls nicht zugreifen.

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Habt ihr also eine SIM-Karte mit massig Datenvolumen, können sich auch Freunde direkt verbinden, ohne dass ihr denen euren WLAN-Schlüssel offen legen müsst.

Gerade unterwegs ist der Ruby wirklich praktisch: In der Bahn eben den Schalter in der Tasche umgelegt, ein paar Sekunden warten und zack; Internet. Unterwegs auf einem Städtetrip und den Akku des Handys lieber für Fotos verbrauchen? Das ist auch Yotas Vorstellung: den Handyakku entlasten, indem man den Hotspot die Arbeit machen lässt.

 

Auch wenn heutzutage sicherlich so ziemlich jeder Vertrag ebenfalls mit einer Internetoption kommt, sind viele von diesen Verträgen doch nur mit wenigen hundert Megabyte ausgestattet, bevor man auf ein paar KB/s gedrosselt wird. Oder vielleicht habt ihr ja eine zweite Karte über irgendeinen Partnervertrag und wisst nicht wohin damit?

Ein weiteres Szenario, in dem der Yota Ruby eventuell interessant sein könnte: Ihr seid im Urlaub in einem Land, in dem es nicht an jedem Eck-Café ein öffentliches WLAN gibt, wollt aber auf keinen Fall teures Daten-Roaming in Kauf nehmen, um das eine oder andere Video auf Youtube zu schauen, per Whatsapp Bildern vom Trip zu senden, diese bei Facebook oder Instagram zu posten? Holt euch doch einfach zu Anfang der Reise an irgendeinem Kiosk eine Prepaid-Karte mit x GB Volumen, setzt die Karte in den Ruby ein und schmeißt den kleinen Kollegen bei Bedarf für ein paar Minuten oder ein, zwei Stunden an.

 

Meine Meinung

Nachdem ich den Ruby getestet habe, gibt es aber doch noch ein, zwei Sachen, die ich mir wünschen würde: Zum ersten weitere Funktionen. Der Ruby kann nur eins: ein Hotspot sein – das kann er wirklich gut, aber ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass Yota ein paar Gramm mehr in Form zusätzlicher Akkukapazität draufpackt und dem Gerät die Möglichkeit verpasst hätte, zum Beispiel mein Smartphone ein wenig nach zu laden. Oder vielleicht eine Repeaterfunktion, denn wenn ich zuhause im Garten bin habe ich zwar schlechten WLAN-Empfang von drinnen, könnte aber durch eine solche Funktion darauf verzichten, die (in Deutschland immer noch) wertvolle Datenverbindung anzapfen zu müssen. Aber wer weiß, vielleicht könnte das ja in einem Nachfolger realisiert werden? Ich würde mich freuen!

Auf jeden Fall ist der Ruby von Yota als mobiler Hotspot ein absolut empfehlenswertes Gerät, dass sich hinter der Konkurrenz auf dem Markt absolut nicht zu verstecken braucht – im Gegenteil.

2 Kommentare

    1. Hallo Erbse!
      Wenn der Ruby aus der Box kommt, bietet er eingeschaltet ein offenes WLAN mit dem Namen „Yota Ruby“.
      Wenn du dich damit verbunden hast, findest du unter http://status.yotaruby.com (oder http://10.0.0.1 ) alle Einstellungen,
      wie zB. den Namen des Netzwerks oder die Art der Verschlüsselung, die genutzt werden soll.
      Funktioniert das denn?

      Gruß,
      Micha

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