Zwar wenig Bass, dafür klarer Klang: Der Dodocool DA 150

Dodocool DA 150

0.00
8.4

Verarbeitung

9.0/10

Optik

8.5/10

Bedienung

7.5/10

Sound

7.5/10

Schnittstellen

9.5/10

Pros

  • beidseitiger Stoffbezug
  • Trageriemen kann entfernt werden
  • Alternativ zu Bluetooth auch über microSD

Cons

  • Anschlüsse sind nicht geschützt
  • Allgemein wenig Bass im Klang
  • Bedienelemte anfangs verwirrend
  • offline wird nur MP3 und WAV unterstützt
Eigentlich sollte der Bericht zu diesem Lautsprecher schon länger online gegangen sein. Aber jetzt fasse ich einmal zusammen, was mir beim DA 150 von Dodocool gefällt – und was nicht.

TL;DR

Eines sollte ich vorweg nehmen: Der DA 150 der Firma Dodocool ist keine Boombox und kein Bass-Wunder. Der Lautsprecher ist High Res Audio zertifiziert und bietet in der Tat einen klaren Klang, aber lässt leider in den Tiefen ein wenig vermissen.
Dafür ist er optisch in meinen Augen ein gelungenes Gerät, wenn ich mich auch nicht so recht mit der Trageschlaufe anfreunden wollte.
Für einen Preis von etwas mehr als 25€ ist er allerdings auf keinen Fall zu teuer für das, was man bekommt.

Wer außerdem zu faul zum Lesen ist, der kann sich auch gerne schlicht das Video zum Lautsprecher auf YouTube ansehen:

Direktlink zum YouTube-Video

Optik und alles von außen

Der Lautsprecher ist auf den ersten Blick tatsächlich recht schick. Ein gummiertes Gehäuse wird vorne und hinten von einem Stoffbezug begleitet, das zumindest bei mir auch über einen längeren Zeitraum keinen Dreck oder Staub gesammelt hat und die drei Bedienelemente auf der Front steuern zu einer einfachen oder eher schlichten Optik bei.

Standardmäßig ist an dem Lautsprecher ein Trageriemen aus dem gleichen Gummi befestigt, mit dem man den DA 150 locker herumtragen kann. Mir persönlich bringt das allerdings keinen Vorteil – ist er aber abgenommen, wirkt der Lautsprecher nicht schlechter oder unansehnlicher.

Auf der Unterseite befindet sich ein ovales Element, auf dem der DA 150 ruht, wenn man ihn aufstellt und ihm einen sicheren Stand gibt.

Auf der Rückseite finden sich ein Ein/Aus-Schalter, sowie ein microUSB-Anschluss zum Laden, ein 3,5mm Klinkeneingang für ein analoges Signal, ein microSD-Einschub und ein vollwertiger USB-Anschluss. Über die beiden Letzteren kann der Lautsprecher auch ‚offline‘ Musik wiedergeben.

Den DA 150 von Dodocool gibt es ausschließlich in der Farbe grau mit schwarzen Stoffbezügen auf Vorder- und Rückseite.

technische Daten

Treiber: 2 x 3W
Frequenzbereich: 60Hz – 45kHz
Gewicht: 635g
Abmessungen: 180 x 120 x 50 mm
Akku: 1.200mAh
Eingänge/Verbindungen: Bluetooth 4.1, 3,5mm Klinke, TF/microSD, USB

Bedienung

Bei der Bedienung muss ich vorweg einen Punkt anbringen, der mich immer mal wieder bei diversen Bluetooth-Lautsprechern stört: un-intuitive Bedienung der Tasten. Ist der Lautsprecher eingeschaltet und mit dem Smartphone oder einem anderen Bluetooth-fähigen Gerät verbunden, führt ein einfaches, kurzes Drücken der Plus- oder Minus-Taste automatisch zum nächsten, bzw. vorherigen Song (bei etwa der Musikwiedergabe). Langes Drücken eben dieser Tasten erhöht oder verringert dann die Lautstärke. Ich bin doch wohl nicht der einzige Mensch, der genau das Gegenteil erwarten würde, oder? Und daran könnte man sich ja auch gewöhnen, wenn es denn nicht beim nächstbesten anderen Gerät nicht wieder anders herum wäre. Ist kein KO-Kriterium, aber schlicht nervig.

Zwischen den beiden Tasten sitzt ein kreisrunder Play/Pause-Knopf, der eben genau das tut: Abspielen und Unterbrechen. Rückseitig findet man dann den Schalter für das Ein- und Ausschalten des Geräts. Dieser ist ein mechanischer Schiebeschalter und lässt sich nicht unbeabsichtigt verstellen – zumindest ist mir der DA 150 nie durch Unachtsamkeit ein oder aus gegangen. Auch nicht beim in die Tasche stopfen oder Ähnlichem.

Neben dem Ein/Aus-Schalter findet man dann noch die Möglichkeiten, den DA 150 mit Musik, bzw. Audio im allgemeinen über einen AUX-Eingang oder per microSD-Karte oder USB-Stick zu füttern. Hierfür kann man etwa seine Sammlung von MP3- oder WAV-Dateien (mehr kann der Lautsprecher leider nicht wiedergeben) direkt einschieben und dann mittels der Bedienelemente auf der Front abspielen.

Etwas unschön ist der Fakt, dass die Lautstärkeregelung des DA 150 unabhängig von der etwa des Smartphones ist. Heißt: wenn ihr auf dem per Bluetooth verbundenen Gerät die Lautstärke auf Anschlag habt, kann der Ton, der aus dem Lautsprecher kommt, eventuell noch immer leise sein, weil dieser noch einmal separat gesteuert wird.

Klang

Sicherlich der wichtigste Punkt bei einem Lautsprecher, der eben mehr können soll, als die kleinen Speaker im Smartphone ist natürlich der Klang und die Lautstärke. Hier hat der DA 150 von Dodocool sowohl Plus- wie auch Minus-Punkte.

Der Bluetooth Lautsprecher besitzt eine High Res Audio Kennzeichnung und tatsächlich ist der Klang, der aus den beiden aktiven Treibern in der Front kommt, ist klar und erst bei maximaler Lautstärke (sowohl des Smartphones, wie auch des DA 150 selber) kommt es zu Verzerrungen.

Allerdings kann man den DA 150 so laut oder so leise betreiben, wie man will; einen reichen, dicken Bass bekommt man eigentlich nicht aus dem Lautsprecher heraus. Leider.

Stellen in Songs, die man kennt und die markante, bassige Passagen sind, bleiben auf diesem Lautsprecher leider fast immer etwas dünn und trüben damit häufiger das Klangerlebnis.

Zwar bekommt man darüberhinaus einen wirklich guten (gerade für den Preis) Sound in den Mitten und Höhen, aber ganz rund wirkt das meist leider nicht.

Fazit

Der Da 150 von Dodocool ist ein guter Lautsprecher für unterwegs. Er ist leicht und kompakt genug, dass er nicht lästig herum zu tragen ist und wird ausreichend laut, um den Besuch im Park oder Ähnliches zu beschallen. Wer ihn sich zuhause hinstellen möchte, der kann außerdem auf den Trageriemen verzichten, mit dem ich mich nicht so recht anfreunden konnte.

Allerdings darf man gerade im Bass-Bereich nicht all zu viel von dem Lautsprecher erwarten. Das kann für einigen Genres positiv sein – schließlich gibt es auch genug Lautsprecher, die durch zu viel Bass den Sound matschig machen – aber häufiger trübt es leider eher das gesamte Erlebnis.


Der DA 150 wurde mit von Dodocool kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Meine Meinung habe ich davon nicht beeinflussen lassen.

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