Niantic API erneut geknackt: Pokémon Tracker wieder (theoretisch) verfügbar


Es gab vor einigen Tagen großes Aufschreien, als der Pokémon GO-Entwickler Niantic die API änderte, die von diversen Portalen genutzt wurde, um anzuzeigen, wann wo welche Pokémon spawnen. Natürlich wurde diese API aber nicht nur für informative Zwecke benutzt, sondern von vielen Nutzern dazu missbraucht mithilfe von etwa Android-Emulatoren einen gewünschten Ort anzusteuern und dort fleißig zu farmen, während man mit seinem Arsch zuhause saß. Einige gingen noch einen Schritt weiter und griffen mittels teils selbstgeschriebenen Bots und mehreren Accounts im großen Stil ganze Areale ab. Letzteres war übrigens wohl der Hauptgrund, warum man die API überhaupt erst verändert hatte.

Nun aber, knapp 4 Tage später, haben Entwickler und Hacker die Schnittstelle, bzw. ihre Funktion geknackt und können einigermaßen erfolgreich Informationen, die eigentlich nur an einen Pokémon GO-Client gesendet werden sollen, abgreifen und für zum Beispiel neue Tracker verwenden.

Allerdings gibt es ein(ig)e wichtige Einschränkun(en): die neue API kann nicht aus Clouds- bzw. Clouddiensten wie Google oder Amazons angesprochen werden. Das heißt, dass Dienste, wie etwa PokéVision, die vorher zum Beispiel über Amazons Serverfarmen liefen, vorerst weiterhin nicht funktionieren werden. Eigene Server oder clientseitig eingesetzte Tracker hingegen können funktionieren, sprechen die Server von Niantic allerdings immer als iOS-Gerät an (egal, ob man nun iPhone oder Android verwendet) und berücksichtigen zum Beispiel im gegensatz zur normalen Pokémn GO-App die Höhe des Nutzers nicht.

Anhand dieser und eventuell anderer Indizien könnte Niantic schon nach sehr kurzer Zeit feststellen, ob ein Nutzer einen Tracker (oder globaler gesagt: einen Zugriff von außerhalb der Pokémon GO-App) einsetzt. Ob das allerdings Grund genug für den Entwickler wäre, jemanden aus dem Spiel zu verbannen, wage ich wohl mal zu bezweifeln. Hier hat man es wohl eher auf die Cheater und Bots abgesehen. Und ganz nebenbei: solange man kein vernünftiges App-internes Tracking einsetzt, das mir wenigstens die Richtung anzeigt, in der sich ein Pokémon ungefähr befindet, habe ich gerne so einen Helferli zur Hand.

 

Übrigens: Die App PokéDetector für Android, die ich vor einigen Tagen vorgestellt habe, nutzt schon die neue API und funktioniert auch wieder!

Download PokéDetector V 1.2.1

 

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