Apple arbeitet an einer aufgebohrten Version von Siri, die den Rest in den Schatten stellen soll

Manchmal braucht eine Information einfach ein oder zwei Tage, bis sie sich herum spricht. Manchmal dauert es auch ein halbes Jahr – denn aktuell wird ein Kauf, den Apple im Oktober 2015 getätigt hat, und dessen Konsequenzen zum großen Thema:

Apple hat vergangenes Jahr gleich zwei Firmen aufgekauft, die sich auf künstliche Intelligenz, natürliche Spracherkennung und Deep Learning spezialisiert haben. Mit Perceptio, die sich in erster Linie auf künstliche Intelligenz, Bilderkennung und Verwaltung via KI beschäftigten, vor allem aber mit VocalIQ, die an Spracherkennung und Sprachsynthese gearbeitet haben hat man sich auf kurzem Weg Verstärkung für vornehmlich den hauseigenen Sprachassitenten Siri geholt.

Laut Quellen von Tech Insider soll gerade die Erkennung von natürlicher Sprache (also in erster Linie eben nicht fest vorgegebene Sprachbefehle und -muster) so gut sein, dass Apples Siri 2.0 die Konkurrenz ganz locker in die Tasche steckt.

[#io16] Tschüss Google Now – Hallo GOOGLE ASSISTANT

 

Gerade das Erkennen von variablen, bzw. nicht fest vorgegebenen Befehlen hatten die Entwickler bei VocalIQ bereits so weit vorangetrieben, dass die Anfragen, die an das eigene Tool (das ursprünglich als eigenständige App verfügbar gemacht werden sollte) gestellt wurden, in 90% der Fälle richtig erkannt wurden. Im Vergleich dazu hatten Siri, Amazon Echo, Google Now und Cortana sie nur mit etwa 20% richtig interpretiert. Durch VocalIQ sollen solch komplexe Sprachbefehle, wie etwa „finde ein italienisches Restaurant in der Nähe, das kostenloses WLAN anbietet und Behindertenparkplätze besitzt“ kein Problem darstellen – Ähnliches hatte man schon bei Hound gesehen.

Dass Apple ein Update bei Siri nachreichen muss, steht wohl außer Frage. Gerade nachdem Google auf der I/O den neuen Google Assistant und dessen Fähigkeiten vorgeführt hat, wirken die strikt einzuhaltenden Sprachbefehle, die man an das iPhone richten kann, noch mehr wie eine unnötige Einschränkung. Ob man auch nachzieht und ebenfalls eine Heimlösung für Siri anbietet, die dann in direkter Konkurrenz zu Amazons Echo und Google Home stünde, halte ich zwar für realistisch, würde ich nach Apple-Manier aber erst für einen späteren Zeitpunkt erwarten…

 

 


via redmondpie

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