Patent gibt ersten Einblick in Googles Gaming-Pläne


Dass Google etwas für den Gaming-Bereich außerhalb des Android-Universums geplant hat, ist bekannt. Wie genau man den Plan umsetzt ist bisher aber noch recht unbekannt. Ein Patent bringt ein wenig Licht ins Dunkel.

Spätestens seit der Einladung zur kommenden Game Developers Conference wissen wir, dass Google seit dem Testlauf eines Game-Streaming Dienstes aus dem Sommer letzten Jahres das Thema ernst nimmt und zur GDC wohl entsprechende Details zu dem Service vorstellen wird – eventuell auch inklusive Release-Zeitraum.

Jetzt zeigt ein Patent das, was der Controller für diese neue Plattform sein könnte. In dem Patent, das interessanterweise aus dem Jahr 2014 stammt, aber erste Ende Januar vom amerikanischen Patent and Trademark Office veröffentlicht wurde und Notifications on game controller geht es eigentlich auch genau darum: die Art und Weise, wie der Controller mit Benachrichtigungen, wie etwa wenn ein Freund in einem Spiel eine Einladung oder Nachricht sendet, umgeht.

Dem Patent nach könnte ein Controller über ein Display verfügen, das die Benachrichtigung anzeigt oder ein verbundenes Gerät, wie ein Smartphone oder einen SmartTV nutzen, um die Inhalte anzuzeigen.

Hierfür könnte der Controller laut Patent eine entsprechende Applikation auf dem gewählten, bzw. verfügbaren verbundenen Gerät ein Interface öffnen, das eine Interaktion mit der Benachrichtigung erlaubt und/oder das dazugehörigen Spiel direkt starten.

Diese Beschreibung passt, auch wenn das Patent mittlerweile einige Jahr alt ist, ziemlich genau zu dem, was man mit einem Streaming Dienst für Spiele implementieren würde. Wenn man sich etwa Lösungen, wie Shadow anguckt, erlauben auch diese das vom Gerät losgelöste Spielen auf verschiedenen Bildschirmen – Smartphone, Laptop, Tablet, PC, Fernseher. Dass auch Googles Gaming Service eventuell auf eine reine Software-Client Lösung setzt steht zwar noch in den Sternen (eventuell bietet man dedizierte Hardware für das Streaming an, die an den heimischen TV angeschlossen werden), aber nicht an ein einzelnes Gerät gebunden zu sein, erscheint zeitgemäß.

Am Ende wird aber mindestens der Preis, auf jeden Fall aber die Auswahl an Spielen die Entscheidung darüber treffen, wie erfolgreich Googles Dienst sein wird. Konkurrenzprodukte starten bei etwa 30€ im Monat – hierfür will man als Nutzer aber auch einiges geboten bekommen, damit sich die Investitionen auch tatsächlich lohnen.

Zur GDC in rund einer Woche werden wir wohl schlauer sein.


via 9to5google
Controller-Mockup: repsup100

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