Mit „Pretty Please“ hat Google im englischsprachigen Raum ein Verhalten implementiert, das höflicheres Sprechen mit dem digitalen Assistenten fördern soll. Manche nervt das aber.

Auf der letzten Google I/O hatte man neben einigen anderen Neuerungen, wie etwa der Fähigkeit des Assitant, mehrere kombinierte Befehle zu verstehen (das jetzt auch in Detuschland verfügbar ist) oder die Durchgängige Unterhaltung, auch „Pretty Please“ vorgestellt.

Die Idee ist löblich: um zu verhindern, dass gerade Kinder sich daran gewöhnen, sich einen strengen Befehlston (den man irgendwie unweigerlich annimmt, wenn man etwa einen Google Home oder einen Amazon Echo zuhause stehen hat) anzueigenen, sondern Höflichkeitsformen wahren, sollte das Feature als Option implementiert werden, die für höfliche Fragen oder ein „Dankeschön“ entsprechend lobend reagiert.

Umgesetzt wurde Pretty Please allerdings als nicht deaktivierbare Funktion gegen Ende letzten Jahres und das eigentlich gut gemeinte Feature scheint nun langsam die ersten Nutzer zu nerven.

So berichtet etwa ein Autor von 9to5google darüber, dass ihn mittlerweile die Plings und „Thanks for asking so nice“-Antworten des Assistants eher stören. Er zeigt anhand eines Video-Beispiels, wie Pretty Please zu zusätzlichen Rückmeldungen führt, wenn man einen Timer stellt und diesen mit den Worten „Okay Google thank you“ nach Ablauf deaktiviert:

Mittlerweile habe er sich stattdessen ein schlichtes „Okay Google, stop“ angewöhnt. Hier gibt es dann keine Rückmeldung des Assistant mehr und der Timer wird einfach ausgeschaltet.

Auch andere Nutzer scheinen sich daran zu stören und wünschen sich die Möglichkeit, Pretty Please deaktivieren zu können:

In Deutschland ist die ‚Belohnung‘ für „Bitte“ und „Danke“ noch nicht verfügbar, aber ich, als Vater finde die Idee, auf diese Art und Weise auch gegenüber einer nicht-menschlichen Entität, mit der wir eventuell in den kommenden Jahren häufiger kommunizieren werden, höflicher zu agieren gar nicht so doof. Allerdings verstehe ich auch, wenn sich jemand an den entsprechenden Antworten stört und sich vielleicht ein bisschen blöd vorkommt, dafür ‚belohnt‘ zu werden. Vor allem, wenn man eben keine Kinder hat.

Von Michael

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