Apples neues Macbook: zu dünn für alles

Apple hat gestern Abend neben den (tatsächlich ernstgemeinten) Preisen und dem Kaufdatum des Apple Watch auch ein neues Macbook vorgestellt.

Das Macbook. Nicht Macbook Air 2 oder Macbook Pro Light oder Macbook Thin, einfach nur Macbook. Sowas würde ich mir bei anderen Firmen auch wünschen *hust* Samsung.

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Und dieses Macbook ist wirklich wieder mal Engineering auf allerhöchstem Niveau. Holla, Apple. Dieses NoteMacbook ist lediglich 13mm dünn. Dreizehn Millimeter. und kommt mit fast allem, was man sich wünschen kann: ein 12 Zoll großes Display mit 1440p Auflösung, einem 1,2 GHz Intel Core M Prozessor mit integrierter HD 5300 Grafik und 8GB RAM.

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Für die Tastatur hat Apple einen neuen „Butterfly“-Mechanismus verwendet, wodurch die Tasten unglaublich flach werden und deutlich weniger travel haben, als bei anderen Laptops. Das Trackpad wurde ebenfalls auf die Gehäusedicke angepasst und ist nicht mehr klickbar. Dafür hat man einen Vibrationsmotor integriert, der das „Klick-Gefühl“ simuliert und darüberhinaus kann das Trackpad zwischen leichtem und starkem Druck unterscheiden.Und natürlich ist das Macbook aus Aluminium, wodurch es gewohnt sexy aussieht.

 

Aber gerade die „Dicke“ von gerade einmal 13 Millimetern kommt mit einem Preis (und ich spreche hier noch nicht von Geld): Dieses Gerät hat genau zwei Anschlüsse. Einen 3,5mm Kopfhöreranschluss und einen USB Typ-C Anschluss. Das war’s. Kein Magconnector, kein Displayport, kein HDMI, kein regulärer USB-Anschluss, kein Garnichts. Ein Anschluss für alles.

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Ihr wollt einen USB-Stick anschließen? Dafür braucht ihr einen Adapter. Ihr wollt einen externen Monitor anschließen? Dafür braucht ihr einen Adapter. Ihr wollt eine SD-Karte auslesen? Dafür braucht ihr einen Adapter. Ihr wollt das Macbook laden und gleichzeitig eine Maus benutzen? Ich weiß gar nicht, ob es dafür einen Adapter gibt.

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Damit ist das neue Macbook ganz klar an eine Zielgruppe gerichtet: Reisende, oder Vertreter, auf jeden Fall aber nicht an die, die auch schon einmal an einem „klassischen“ Arbeitsplatz sitzen oder eben auch schon mal die eine oder andere Peripherie am Notebook hängen haben. Vom Startpreis von 1299$ mal zu schweigen.

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Allerdings muss man Apple wieder einmal die Vorreiterstellung zugute halten: USB-Typ C ist die Zukunft. Ein schmaler Port, der zum einen die Geschwindigkeit von USB 3.0, aber auch einen reversiblen Anschluss mit sich bringt – und das favorisiert Apple ja seit dem iPhone 5 und dem eingeführten Lighting-Anschluss.

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Welcher Beliebtheit sich das Macbook letztendlich erfreut belibt anzuwarten – ich glaube, dass gerade der Verzicht auf jegliche Anschlüsse den einen oder anderen abschrecken könnte. Denn wer will schon ständig 3 oder 4 Adapter mit sich führen und zwischen dem einen und dem anderen entscheiden müssen?

 

 


Quelle: mkbhd

 

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