[Review] AUKEY Mini Drohne: sehr nette Spielerei in Handflächengröße

AUKEY Mini Drohne UA-P01

AUKEY Mini Drohne UA-P01
8.6

Optik

9/10

    Steuerung

    10/10

      Robustheit

      7/10

        Flugdauer

        9/10

          Verarbeitung

          9/10

            Pros

            • sehr einfache Steuerung
            • handlich
            • dank LEDs gut sichtbar
            • Flugdauer angemessen

            Cons

            • Rotorblätter sind nicht geschützt

             

            Unter anderem habe ich von der Firma AUKEY eine sehr beschäftigende und auch unterhaltsame Spielerei zur Verfügung gestellt bekommen: die Mini Drohne UA-P01.


            TL;DR

            Die Mini Drohne von AUKEY ist ein absolut cooler Zeitvertreib mit angemessener Flugdauer und sehr einfacher Bedienung. Lediglich die Tatsache, dass die Drohne einen Schutz für die doch recht empfindlichen Rotorblätter vermissen lässt trübt den Spielspaß ein wenig. Da ich auch andere Mini Drohnen testen durfte und diese vor allen Dingen die bei AUKEY deutlich einfachere Steuerung nicht boten, würde ich diese tatsächlich allen denen empfehlen, die mal in das Thema Quadrocopter schnuppern möchten oder einfach was brauchen, um im Büro mal 5 Minuten abzuschalten.


             

            Lieferumfang

            Was kommt in der kleinen Box? Nun, der Umfang ist sehr übersichtlich: Die Drohne, der Controller, Ersatz-Rotorblätter, ein Ladekabel und eine Kurzanleitung. Mehr braucht es ohnehin nicht für den Flugspaß. Spezielle Features hat die Drohne nicht. Keine eingebaute Kamera, keine Greifzangen, keine Laserkanonen – keine Schutzmöglichkeit für die Rotorblätter.

             

            Design

            Fakt ist: Mini Drohnen in Quadrocopter-Ausführung gibt es, wie Sand am Meer. AUKEY sticht da mit seiner Lösung wenig heraus: die Drohne ist schwarz mit mitgelieferten, grauen und grünen Rotoblättern. An allen 4 Ecken sind LEDs angebracht, die die Drohne in der Dunkelheit besser sichtbar machen und gleichzeitig dabei helfen, zu identifizieren, wo bei dem Fluggerät vorne und Hinten ist.

            Der Controller der Mini Drohne ist offenbar einer kleinen Kartoffel nachempfunden, lässt sich dafür aber sehr gut in der Hand halten und selbst bei meinen großen Händen trotz der sehr kleinen Größe noch sehr gut bedienen.

             

            Steuerung

            Eingangs hatte ich es schon erwähnt: ich hatte die Möglichkeit, andere Mini Drohnen zeitgleich mit der UA-P01 zu testen (Danke Michi!) und kann sagen, dass es deutlich anspruchsvollere Steuerungen, selbst für so kleine Fluggeräte, gibt. Das Prinzip ist immer gleich:

            • Linker Steuerknüppel: hoch, runter, links, rechts
            • Rechter Steuerknüppel: drehen, vor und zurück

            Die Mini Drohne von AUKEY hat allerdings anderen Lösungen voraus, dass sie ihre Flughöhe hält, wenn man den Controller nicht anfasst. Einmal gestartet schwebt sie auf einer Höhe und treibt einem damit deutlich weniger Schweiß auf die Stirn, als viele andere Dohnen, die man mit einem Stuerknüppel eben immer in der Höhe anpassen muss, bzw. diese halten muss. Zwischen den beiden Knüppeln findet man zwei Druckknöpfe, die die Drohne starten (nach-oben) und landen (nach-unten) lassen. Zwei Taster auf der rechten unteren Seite lassen den Drift ein wenig anpassen, falls die Mini Drohne beim Flug nach links oder rechts tendiert.

             

            Das erlaubt es schon nach kurzer Zeit, die Mini Drohne problemlos durch den Raum navigieren zu können und sehr bald, kleinere Schwebeeinlagen über den Schreibtisch oder den Kollegen zu meistern. Außerdem bietet die Mini Drohne auch kleine akrobatische Gimmicks in Form von „360° Flips“, die allerdings einfach nur cool aussehen.

            Die Steuerung kann in zwei Modi betrieben werden: für Anfänger und Fortgeschrittene. Bei der Fortgeschrittenen-Variante spricht die Mini Drohne deutlich stärker auf Steuerungen an und wird dadurch schwerer zu lenken – allerdings auch um einiges eindrucksvoller.

             

            Nicht für draußen geeignet!

            Eine kleiner Feuilleton an dieser Stelle: Nachdem ich die Mini Drohne von AUKEY einige Tage immer wieder geflogen bin, dachte ich mir, es sei eine total gute Idee, die Drohne nach Feierabend mit nach draußen auf den Parkplatz zu nehmen – dort war es augenscheinlich windstill und ich war in der Steuerung mittlerweile so sicher, dass ich dachte, es könne nichts schief gehen.

            Tatsächlich flog der kleine, leuchtende Quadrocopter sehr gut auf dem Parkplatz und dank fehlender Decken, konnte ich auch mal auf einige Meter höhe gehen. Was dann passierte, was aber wohl ein unglückliches Zusammenspiel aus Kommunikationsproblemen zwischen Drohne und Controller und leichtem Wind. Plötzlich (und ohne mein Zutun) stieg die Mini Drohne auf geschätzte 10 Meter Höhe an und ließ sich nicht nach unten steuern. Dann griff offenbar eine Windböe ein und trug den Quadrocopter gut 50 Meter fort über ein Feld und an den Rand eines Waldstücks. Ich konnte nur zugucken und nach weniger als einer Minute war die Mini Drohne so weit weg, dass ich das Leuchten der LEDs nur erahnen konnte und dann war sie weg. Akku leer.

            Da das ganze bei Dunkelheit passierte, war die Drohne auch nicht mehr wieder zu finden, da die LEDs an den vier Ecken sehr schnell nach der Zwangslandung bei niedrigem Akkustand komplett ausgehen. Drohne weg. Spaß vorbei.

            Lasst euch also gesagt sein: nehmt die Mini Drohne nicht mit nach draußen! Dafür ist sie nicht gedacht (auch wenn es sehr viel Spaß macht).

             

            Flugdauer ca. 5 Minuten

            In der Mini Drohne ist ein fest verbauter Akku eingesetzt. Der ließe sich zwar theoretisch mit entsprechendem Aufwand austauschen und gegen einen neuen, frisch geladenen Akku tauschen, aber das wäre wohl unverhältnismäßig. Geladen war der Akku mit einem entsprechend leistungsfähigem Netzteil in unter 10 Minuten (laut Handbuch: 30 Minuten – wobei sich das wohl auf denen PC-USB-Port bezieht, da dieser idR mit 200mA lädt) – damit fliegt man dann gut 5 Minuten. Das ist natürlich nicht die Welt, meiner Meinung nach aber völlig ausreichend, um sich mal eben die Ablenkung zu gönnen, um den Kopf frei zu machen.

            Das mitgelieferte Ladekabel hat einen kleinen, zweipoligen und proprietären Stecker. Verliert ihr dieses Kabel, war es das mit dem Laden. Wann die Drohne voll geladen ist, erkennt man übrigens an einer, im USB-Anschluss integrierten LED, die aufhört zu leuchten, sobald zuende geladen wurde.

             

             

            Kein Schutz

            Das größte (und wie ich finde, einzige) Problem mit der Mini Drohne von AUKEY ist wahrscheinlich, dass die Rotorblätter stets ungeschützt sind. Gerade bei den ersten paar Flügen wird man immer wieder gegen die Wand, den Schrank, das Fenster fliegen. Und dabei tut man das fast ausschließlich mit den Rotoren. Auf diese Art und Weise hatte ich den ersten Satz Rotorblätter bereits am ersten Tag tauschen müssen, da die natürlich aus Kunststoff gefertigt sind und aufgrund ihrer geringen Festigkeit relativ schnell brechen.

            Eine handvoll Ersatz-Blätter werden zwar mitgeliefert und Sets mit 40, oder 60 Rotorblättern gibt es für kleines Geld, schön wäre aber ein kleiner Schutz für die vier Rotoren gewesen.

             

            Gut zu erkennen: eines der Blätter weist bereits eine Stelle für einen potenziellen Bruch auf; kleinere Katscher an den anderen Rotoren

             

            Fazit

            Für einen vergleichbaren Preis gibt es zwar zig Angebote für kleine Quadro- (und sogar Hexa-)Copter, allerdings war die Mini Drohne von AUKEY die einzige von 3 getesteten Varianten, die die sehr einfache Bedienung und den autonomen Schwebeflug unterstützte. Alleine deswegen würde ich jemandem, der erst in das Thema einsteigt, diese Mini Drohne empfehlen, bevor er oder sie sich eventuell dazu entscheidet, ein größeres und teureres Modell zu kaufen.

             

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