Siri und Suche in iOS 9 – wie Google Now, nur von Apple


Das nenne ich mal innovativ! Apple hat endlich aufgeschlossen zu dem, was Google mit Now schon lange kann und Microsoft mit Cortana ebenfalls vor einiger Zeit angkündigt hatte.

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Siri und die Suche können ab sofort kontext-, zeit- und ortsabhängige Informationen, News und sogar Apps vorschlagen. Das ist in der Tat toll. Ich freue mich für iOS-Nutzer, dass sie endlich auch in den Genuss eines „proaktiven Assistenten“ kommen.

 

So weiß das Smartphone zum Beispiel, dass man morgens immer laufen geht und wird zur gegebenen Uhrzeit, wenn der Ohrhörer eingesteckt wird, automatisch (Lauf-)Musik gestartet. Aber auch die Möglichkeit, einfach zu sagen „erinnere mich an das“, wenn man gerade einen Artikel sieht oder eine Nachricht erhalten hat. ziemlich cool.

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Andere Inhalte bekommt man auf „descriptive cards“ angezeigt (jede Ähnlichkeit zu Karten anderer System ist an den Haaren herbei gezogen):

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Auch bereits bekannte Funktionen aus zum Beispiel Android, nämlich das Erkennen, wer einen anruft, wenn eine unbekannte Nummer klingelt, ist nun integriert. Dabei wird zwar nicht eine online-Funktion genutzt, sondern die auf dem Gerät verfügbaren Inhalte und Informationen. Deshalb wird man vielleicht eher so etwas für tatsächlich unbekannte Nummern sehen:

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Aber auch Befehle, wie „zeige mir Fotos aus diesem und jenen Jahr von dem und dem Ort“ bringen genau das. Hier hat Apple besonderes Augemerk darauf gelegt, dass die Informationen in den Bildern intelligent kombiniert werden. Orte, Urzeiten, Daten, Gesichter: All das wird kombiniert um die Suche zu ermöglichen.

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Man hat es sich aber ebenfalls nicht nehmen lassen, den Seitenhieb in Richtung der Konkurrenz fallen zu lassen fett auf die Leinwand zu bringen.

„It is done on device and it stays on device under your control.“ – das war, womit man sich von anderen Anbietern absetzen wollte. In wessen Richtung das ging, ist wohl klar. Apple ist wohl nicht ganz happy mit der Tatsache, dass bei anderen Diensten anders (und vielleicht besser? oder schlechter?) mit zum Beispiel den geschossenen Bildern umgegangen wird. Außerdem hat man es sich nicht nehmen lassen noch einmal zu erwähnen, dass man niemals die Daten der Nutzer, verbunden mit der E-Mail Adresse und deren persönlichen Daten und Fotos verknüpfen würde, um sie Dritten weiter zu geben. Aber wer tut das denn bitte? Hier wird auf eklige Weise anderen Firmen vorgeworfen, dass man die Daten der Nutzer weitergibt oder -verkauft. Aus reiner Laune heraus. Sorry, aber da kommt’s mir hoch. Und das war auch der Punkt, an dem Apple sich für mich wieder ins Aus geschossen hatte.

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