Project Abacus: keine Passwörter, keine PINs, keine Fingerabdruckscanner

Sicherheit ist bei Smartphones ein wichtiges Thema – keine Frage. Viele haben auf den handlichen Computern sensible Daten, wie Kreditkartennummern, Zugänge zu diversen Accounts, Firmen-EMails, etc. gespeichert. Darum ist vielen auch daran gelegen, ihr Smartphone mit irgendeiner Form von Sicherheitsüberprüfung zu versehen.

Eine neue Herangehensweise könnte hier von Google kommen, die in dieser Angelegenheit mit 33 Universitäten zusammenarbeiten, um die vorhandenen Sensoren des Smartphone zu nutzen, um aus der Art und Weise, wie der Nutzer dieses verwendet, zu schließen, ob derjenige, der es verwendet auch derjenige ist, dem es gehört. say what?

Also: das ATAP (Advanced Technology and Projects) Team im Hause Google arbeitet an einem Verfahren, das durchgehend prüft, ob der Anwender auch tatsächlich der Besitzer ist. Dafür wird mithilfe der Sensoren des Smartphones, aber auch über die Art und Weise, wie getippt wird, welche Wörter verwendet werden, sowie der Sprach- und Gesichtserkennung überprüft, ob die Daten sich mit denen decken, die für den „echten“ Besitzer erlernt wurden. Daraus wird ein Scoring-Wert errechnet und wenn dieser nicht nah genug an dem Ideal ist, werden bestimmte Funktionen des Smartphones sofort gesperrt. Dadurch könnten zum Beispiel keine Apps oder die Einstellungen mehr geöffnet werden, der Nutzer wäre aber etwa noch in der Lage, Telefonate anzunehmen.

Genau den anderen Weg geht Google mit der Funktion „Trageerkennung„, die durchgehend prüft, ob man das Smartphone bei sich hat, oder es zwischenzeitlich angelegt hat – dann erst wird es das nächste Mal aktiv entsperrt werden müssen. (Beitrag dazu)

Der Vorteil bei Project Abacus wäre, dass es theoretisch schon jetzt auf jedem Smartphone genutzt werden könnte – die benötigten Sensoren sind schon fast überall an Bord.

Tatsächlich gibt es jetzt schon eine App, die im Google Play Store für Mitglieder der Google-Testgruppe verfügbar ist. Allerdings war ich nicht in der Lage, diese herunterzuladen, geschweigedenn zu installieren. Da die App nicht bei APKmirror verfügbar war, habe ich davon abgesehen, sie von anderen, eventuell nicht vertrauenswürdigen Quellen, zu ziehen und zu installieren – empfehle ich übrigens auch niemandem. ;)

 

Auf jeden Fall eine interessante, multimodale Herangehensweise an die Sicherheit des Smartphones. Wann Google Project Abacus für die breitere Masse verfügbar macht, ist jedoch leider unklar.

 

 


Quelle: golem

 

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