Motorola Hint: so sollte ein Bluetooth-Headset sein


Während in Berlin noch immer die IFA stattfindet, auf der wir einige spannende Sachen gesehen haben, hat Motorola in den Staaten ein eigenes kleines Event gehalten.

 

Dort wurden nicht nur die Moto 360 (endlich offiziell) vorgestellt, sondern auch das Moto Hint.

Beim Hint handelt es sich um ein Bluetooth-Headset. Wobei Motorola dieses Begriff nicht benutzt – und das ist gut. Wenn ich Bluetooth-Headset höre, werden in meinem Kopf automatisch Bilder erzeugt von schmierigen Anzugträgern und unschönen, blau leuchtenden Ein- und Aufsteckheadsets, mit langen Armen, in denen die Mikros stecken, die halb über das Gesicht ragen.

Das ist natürlich nicht die Wahrheit. Es gibt viele Bluetooth-Headsets, die dezent sind und vielleicht sogar stylisch. Aber die meisten Menschen meiden diese Geräte immer noch.

 

Hands-On von The Verge:

 

Das Hint soll also alles anders machen. Angefangen mit dem Aussehen: Das Hint ist nur ein kleiner Knopf im Ohr des Anwenders, der eingesetzt tatsächlich ziemlich dezent ist.

Auf der Innenseite erkennt man einige Pins, über die das Headset in einem speziellen Etui geladen wird. Das Gerät verfügt interessanterweise über Sensoren, die registrieren, wenn es eingesetzt ist und sich dann direkt aktiviert und mit dem Smartphone verbindet. Sollte man das Headset auch während des Gesprächs herausnehmen, würde das ebenfalls registriert und der Anruf könnte direkt am Smartphone weitergeführt werden. Auf jeden Fall eine coole Funktion.

 

Das alles klingt wirklich gut und schick ist das Headset auch, aber die folgenden Punkte schrecken mich ein wenig ab:

Das Hint hat eine dünne Akkuleistung. Man soll mit rund 3 Stunden hinkommen – wobei nicht erwähnt wird, ob 3 Stunden Sprechzeit, oder 3 Stunden tragen gemeint ist. Ich befürchte letzteres.

Die einzige Möglichkeit das Hint zu laden, ist über das Etui. Man muss es also hint7gezwungenermaßen mit sich herum tragen, wenn man unterwegs das Hint eventuell einmal nachladen muss… Und das wird man bei 3 Stunden Laufzeit auf jeden Fall. Angenehm ist, dass das Etui das Hint bis zu 3 Mal nachladen können soll. Immerhin.

Ja, es sieht schick aus. Und die kleine Rückhollasche leuchtet sehr schön, wenn das Gerät geladen wird, aber wieder ein Zubehör, dass man dabei haben muss. Naja.

Zu guter Letzt der Preis: 150$ für dieses kleine, wirklich schicke Teil. Das ist eine Ansage. Ich weiß nicht, wie viele Leute bereit sind so viel Geld für so etwas kleines zu bezahlen. Ganz ehrlich: ich nicht.

 

Am Ende bleibt die Frage, ob Motorola mit dem Hint das Bluetooth-Headset tatsächlich neu erfunden hat.

Ich sehe großes Potential darin. Vielleicht würde aber ein etwas niedrigerer Preis das Hint noch ein bisschen attraktiver machen – aber das kann ja noch kommen.

 

 

 Quelle und Bilder: The Verge

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