Gestern macht ein Bericht die Runde, nachdem Lenovo die Motorola-Serien Moto G und Moto E absägen und statt dessen nur noch große Smartphones mit Lenovos Vibe UI verkaufen würde. Und genau, wie bei den Berichten zum „Tod von Motorola“ und der iOS zu Android Migrationsapp, die angeblich von Apple entwickelt wird, sind das natürlich tolle Schlagzeilen, aber so ganz richtig ist das dann doch nicht.

In einem Statement von Motorola zu den Verwirrungen in Bezug auf ein Interview mit Lenovos Chef der mobilen Sparte, Chen Xudong heißt es:

Chen Xudong’s remarks to Chinese media have been misunderstood. Although we are simplifying the combined Motorola and Vibe portfolio, we have no plans to retire Moto G, our most successful smartphone, or Moto E.

 

Offenbar tat man sich nämlich schwer damit, den Text der Seite Sina, die das Interview führte und anschließend auf chinesisch online stellte, zu übersetzen und gleichzeitig einen Sinn darauf zu ziehen. Zugegebenermaßen: Es ist nicht ganz einfach mithilfe des Google Translator – hier mal der eigentliche Abschnitt des Interviews, der für den kern der meisten Beiträge war:

Er sagte, dass Lenovo Original Vibe UI-und Motorrad-native Android UI wird im nächsten Jahr (in China) in eine neue Benutzeroberfläche, die Lenovo Handy-Software-Strategie in diesem Jahr ist. In Bezug auf die Menge an Hardware, sagte Chen Xudong, dass im vergangenen Jahr abzuschneiden viele Modelle in diesem Jahr, im nächsten Jahr wird Modelle zu reduzieren, gehen Sie „weniger“ -Zeile. In diesem Jahr der Verein und Motorrad Zwei-Marken-Modelle nicht summieren sich zu mehr als 15.

Und:

Moto G ist sehr populär in Lateinamerika und Europa, aber die Inlands fühlen sich ein bisschen altmodisch, weil der Metallhülle des positiven Trends Verrücktheit. (…) Chen Xudong direkt vertreten, zumindest in diesem Jahr, wird es keine motorisierten Handy-Bildschirm 4,7-Zoll 5 Zoll Minimum.

 

Das heißt aber nicht, dass die Serien Moto G und Moto E ab jetzt direkt tot sind. Ja – das Moto E kommt mit einem kleineren Bildschirm, als 5 Zoll – das Moto G aber nicht und Xudong sagt selbst, dass das Moto G sich sehr großer Beliebtheit erfreut und tatsächlich ist es Motorolas erfolgreichstes Smartphone überhaupt. Nur in China kam es bei weitem nicht so gut an, aufgrund von Motorolas Kunststoff-Politik – in China ist man Metall- und/oder Glas-Gehäuse gewohnt, weshalb Lenovo die kommenden Geräte auch entsprechend anpassen will. Im schlimmsten Fall also wird ein Moto G der vierten Generation also nicht in China verkauft werden.

In Bezug auf die Hiobsbotschaften, die man auch vermeldete, nämlich dass man Motorolas Stock-Android Erfahrung aufgeben und dafür auf Lenovos Vibe UI setzen würde, kann man ebenfalls Entwarnung geben. Xudongs Interview bezog sich eben in erster Linie auf den chinesischen Markt, wo die meisten Oberflächen eher in die Richtung MIUI gehen – dort erfreut sich Lenovos Vibe UI sehr großer Beliebtheit. Warum also sollte man für den chinesischen Markt nicht entsprechende Anpassungen machen?

Wo allerdings Wahrheit drin steckte: Die kommenden Moto- und Vibe-Geräte, die aus dem Hause Lenovo kommen werden in der Tat alle mit einem Fingerabdruckscanner ausgestattet sein und das begrüße ich sehr! Xudong sagte, er könne nicht verstehen, weshalb Motorola hier nie nachgezogen hatte, während andere Hersteller diese integrierten. Sehe ich genau so. Und ich freue mich schon auf das erste Moto G mit Fingerabdruckscanner!

 

Zu guter letzt noch das gesamte Statement seitens Motorola:

Chen Xudong’s remarks to Chinese media have been misunderstood. Although we are simplifying the combined Motorola and Vibe portfolio, we have no plans to retire Moto G, our most successful smartphone, or Moto E.

We will focus on the Moto and Vibe product brands moving forward, with each brand having its own purpose and target audiences. Together they enable us to give smartphone users all around the world the power to choose the device that’s best for them. Moto will be our innovative trendsetting brand. Vibe will be our mass-market challenger brand. The brands will overlap in some price points and key geographies, but with different brand identities, features experiences and designs. The product brands are meant to be complementary and address multiple target audiences and ends of the product price spectrum.

 

 

 


Quelle: sina, theverge via droidlife

 

Von Michael

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