Google killt Inbox – Ende der App im März 2019


Viele schwören auf die Features von Googles zweitem Email-Client, ich persönlich hatte ihm mal etwa einen Monat getestet, konnte mich aber ehrlich gesagt nicht so recht damit anfreunden. So oder so: im März 2019 wird Inbox von Google in den Ruhestand geschickt.

Dabei gibt es Email-Clients wie Sand am Meer. Jeder Hersteller packt auf seine Geräte seine eigene App zum abrufen von Mails drauf und darüberhinaus gibt es hunderte, wenn nicht tausende von Apps, die es einem erlauben, Email-Konten einzubinden und die eine oder andere Spielerei legen die meisten auch noch drauf. Und trotzdem hatte Google vor ziemlich genau vier Jahren Inbox angekündigt und damit anfangs etwas Unischerheit gesäht: würde GMail jetzt abgeschrieben? Warum sollte man überhaupt ein hausgemachtes Konkurrenzprodukt auf den Markt bringen? Nun, Google hat eine weitreichende Geschichte von alternativen Apps, die man oft nur zum Test veröffentlicht und die Akzeptanz bestimmter Features durch etwa den „Otto-Normal-User“ testet – wenn das dann gut läuft, werden manche dieser Funktionen in eine andere App integriert.

Genau so eine Plattform sollte Inbox für seine Lebenszeit sein. Google hatte mit Inbox einige sehr interessante Ideen in eine Email App gebracht und fast alle haben es mittlerweile zu GMail geschafft und den Email-Client, der auf jedem Android-Smartphone vorinstalliert ist zu einem der wie ich finde besten gemacht.

Seit einigen Monaten ist es bereits sehr ruhig um Inbox geworden – keine neuen Features, keine Änderungen, nicht einmal ein paar Patches. Da war es eigentlich abzusehen, dass Google irgendwann entweder den großen Knall bringt und auch Inbox mindestens ein großes Redesign gibt oder aber eben den leisen Abschied plant. Letzteres hat sich bewahrheitet.

Viele Google-Apps bekommen komplettes Redesign in weiß

 

Diejenigen, die Inbox über die vergangenen Jahre zu ihrer Email App der Wahl gemacht haben, werden sich sicherlich ärgern. Auf der anderen Seite muss man auch einmal anerkennen, dass Google einen Dienst, in dem ohnehin nicht mehr viel passiert auch endlich mal offiziell absägt und nicht noch ewig hinter sich her schleppt, sondern die Ressourcen neu verteilt.

 

 

 


via theverge

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