Google Home wird schneller: Smart Home-Steuerungen werden zukünftig lokal ausgeführt

Keine Kommunikationen mehr quer über den Globus – die Steuerung von Smart Home Geräten findet bald komplett lokal statt.

Wer jetzt schon einen Heimlautsprecher von Amazon, Apple oder Google besitzt und vielleicht noch die eine oder andere Lampe oder Ähnliches besitzt, die darüber angesteuert werden können, der hat vielleicht schon die Erfahrung gemacht, dass es gut und gerne mal drei, vier oder ein paar Sekunden länger dauern kann, bis das Zielgerät das tut, was man per Sprachbefehl eben adressiert hatte.

Das liegt natürlich daran, dass es in der Regel so abläuft: der gesprochene Befehl wird über das Internet an den Server (in diesem Fall) von Google übermittelt und wird dort interpretiert. Das Ergebnis in Form eines Befehls wird dann an den Anbieter des zu dem Zielgerät gehörigen Anbieters weitergeleitet. Dieser schickt dann den Befehl an das Gerät zuhause und die Lampen gehen an – oder die Rollade geht hoch – oder der Fernseher spielt Peppa Wutz.

Diesen teils sehr langen Weg quer über Länder, Kontinente und hunderte Kilometer will Google jetzt deutlich verschlanken, beziehungsweise beschleunigen, indem man nur noch den ersten Befehl durch die Server interpretieren lässt und anschließend eine Standardanweisung an den Google Home übermittelt, der zukünftig dort lokal ausgeführt wird – entweder über die lokale WLAN-Verbindung oder, wenn verfügbar, über Bluetooth LE.

So spart man sich die Latenz, die durch Strecke und Serverarbeit entsteht und will Aufgaben in weniger als 300 Millisekunden umsetzen. Gleichzeitig verspricht man eine Verlässlichkeit, bzw. Genauigkeit von 99,9 Prozent. Als Anwender muss man dafür praktischer weise nichts tun – die Funktion soll automatisch genutzt, wenn Entwickler für ihre Smart Home Appliances ein Stück Code implementieren, das Googles Server umsetzen.

Schon im Juni soll das lokale Umsetzen von Befehlen als Developer Preview starten und ab Oktober diesen Jahres freigeschaltet werden.


Quelle: google, via heise

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: