Google Fotos: Color-Pop bei manchen Fotos ab jetzt hinter Paywall „versteckt“

Google hat bestätigt, dass man eine beliebte Funktion in Google Fotos ab sofort nur noch zahlenden Kunden von Google One anbietet.


Wenn mich jemand fragt, welcher Google Dienst der für mich wohl wichtigste und meiner Meinung auch praktischste ist, dann wäre meine Antwort wohl immer: Google Fotos. Eine unbegrenzte Anzahl von Fotos und Videos speichern, von überall aus Zugriff darauf haben, mit jedem Fotos in hoher Qualität teilen, Personen-Erkennung, die ihresgleichen sucht und viele automatische Features, wie Alben von Reisen oder Events machen diesen Dienst für mich alternativlos. Und für das alles verlangt Google kein Geld.

Zumindest der letzte Punkt gerät nun allerdings ins Wanken. Wie zuerst nur einzeln berichtet, aber jetzt auch durch Google selber bestätigt, gibt es eine einzelne (erste) Funktion, die man ab jetzt nicht mehr jedem einzelnen Nutzer zur Verfügung stellt: Color Pop, ein Feature, das bei einem Portrait alles außer der vordergründigen Person schwarz-weiß zeichnet und damit die Person oder das Objekt im Fokus des Portraits farbig hervorhebt, wird ab sofort in bestimmten Fällen nicht mehr verfügbar sein, wenn man selber nicht Abonnent von Google One ist.

Das gilt für Fotos, die keine Tiefeninformation besitzen, also zum Beispiel nicht mit einem aktuellen Smartphone im Portait-Modus aufgenommen wurden. Bis zuletzt konnte man zumindest theoretisch auch für schon Jahre alte Aufnahme das Feature Color Pop nutzen und auch ein Handyfoto aus 2005 oder abfotografiertes Bild von 1978 per Color Pop bearbeiten. Dies ist jetzt ohne ein Google One Abo nicht mehr möglich.

Google One ist in verschiedenen Größen und zu unterschiedlichen Preisen erhältlich und bietet 100GB, 200GB, 1TB, 10, 20 oder 30TB an Speicherplatz, sowie direkten Kontakt zum Google Support, in den höheren Preiskategorien Vorteile bei Käufen im Google Store und immer mal wieder Rabatte bei anderen Anbietern. Das kleinste Paket kostet 19,99€ im Jahr.

Noch ist Color Pop (und eben für Fotos ohne Tiefeninformationen) die einzige Funktion, die Google hinter diesen Paywall vorhält. Ob, und wenn ja, welche weiteren Funktionen oder Dienste in der Zukunft noch hinzukommen könnten, ist noch vollkommen offen. Ein kritischer Einschnitt in die Funktion von Google Fotos ist das (noch) nicht. Spinnt man diesen ersten Schritt allerdings weiter, könnte man sich vorstellen, dass auch etwa das neue Portrait Light oder das Nachfärben von schwarz-weiß Bildern in Zukunft Kunden, die auch zahlen vorbehalten sein könnten.

Dass Google aber essenzielle Funktionen von Google Fotos, wie etwa das unbegrenzte Speichern von Bildern (bis zu 16 Megapixel oder auf diese Größe runterskaliert) oder Videos (1080p) kostenpflichtig macht, halte zumindest ich persönlich für unwahrscheinlich.


via androidpolice, engadget

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