Besser als zurücksetzen: gestohlenes oder verlorenes Smartphone „bricken“

Wer sein Android-Smarpthone verliert oder wem es gestohlen wird, der hat über sein Google-Konto die Möglichkeit, das Gerät aus der Ferne zurückzustzen. Das kann extrem hilfreich sein, wenn man mehr als nur die lustigen WhatsApp-Bildchen und Bärchenvideos von Mutti auf dem Gerät hat und nicht zu erwarten hat, dass das Smartphone jemals zu einem zurück kommt. Das Android Open Source Project (AOSP) geht aber jetzt noch einen Schritt weiter.

Ende letzter Woche wurde unter dem „Change 235361“ eine Möglichkeit zum Betriebssystem hinzugefügt, die es erlaubt, das Gerät aus der Ferne zu bricken. „Brick“ bedeutet auch im Kontext von Smarpthones das gleiche, wie die ursprüngliche Übersetzung: das Smarpthone zu einem besseren Stein oder gerne auch Briefbeschwerer zu machen. Wer gerne und viel an seinen Geräten frickelt und experimentelle Roms flasht, der ist auf jeden Fall schon über den Begriff gestolpert und hat eventuell schon eines seiner eigenen Geräte gebricked (hoffentlich nur temporär). Ein Gerät, das tatsächlich gebricked wurde, ist danach in der Regel gar nicht mehr zu benutzen und kann auch über das flashen einer CustomRom nicht mehr zum Laufen gebracht werden.

Das ist natürlich die Ultima Ratio, aber wer nicht damit rechnet, sein Smartphone jemals wieder zu sehen, der wird sich sicherlich denken „wenn ich es nicht haben kann, soll es niemand haben!“ und da ist der ultimative Killswitch wohl die noch größte Genugtuung, die man erhalten kann.

Ob Google diesen sehr extremen Schritt auch in den eigenen Zweig von Android übernimmt und wir irgendwann neben „Smartphone anrufen“ und „Gerät zurücksetzen“ bald auch „Gerät zerstören“ in den eigenen Konto-Einstellungen finden werden, ist absolut unklar. Aber man weiß ja nie…

 

 


Quelle: androidauthority

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