Google zeigt, wie künstliche Intelligenz „träumt“ – und es sieht richtig abgefahren aus


Entwicklern bei Google ist etwas ziemlich abgedrehtes gelungen: sie haben ihre Computer dazu gebracht, Traumbilder zu generieren; darunter Kurioses, wie das obige Bild, in dem man Traktoren mit Schweine-Hund-Wolken und Zweiköpfige Vögel sieht.

Es war ein Test, der aus Googles Bilderkennuns-Algorythmus und teilweise bemerkenswerten Ergebnissen resultierte. Aber fangen wir vorne an:

Googles artificicial neural network ist ein bisschen, wie ein Gehirn aufgebaut und wurde durch den Aufbau des zentralen Nervensystems von Tieren inspiriert. Wenn man dem Netzwerk ein Bild gibt, wird dieses mehrfach analysiert, auf verschiedenen Ebenen und insgesamt bis zu 30 mal durchlaufen. Dabei wird auf jeder Ebene und in jedem Durchlauf das Bild weiter auseinander gepflückt und Details getrennt. Dadurch kann erkannt werden, was sich auf dem Bild befindet (manchmal besser, manchmal auch schlechter). Das führt aber auch zu kleinen Kuriositäten – so erkennt das künstliche Gehirn zum Beispiel aus Bäumen tempelartige Gebäude, aus einem Blatt einen Vogel, oder aus einem Bild eines Wolkenhimmels eine Schweineschnecke, oder einen Hundefisch…

google neural network bilderkennung

google neural network bilderkennung_2

 

Anders herum gibt es übrigens für die künstliche Intelligenz einige Probleme, wenn man sie vor die Aufgabe stellt, bestimmte Bilder zu Objekten zu generieren, die man ihr nennt. Verlangt man beispielsweise ein Bild von einer Hantel, wird man ausschließlich folgendes erhalten:

google neural network bilderkennung hantel

Irgendwie nachvollziehbar: das Verständnis auf Basis der Suchergebnisse zu „Hantel“ zeigt diese fast ausschließlich in Verbindung mit einem Arm. Deshalb kann das Netzwerk auch ausschließlich Bilder erzeugen, die ebenfalls eine Hantel und einen Arm zeigen…

 

Der eigentliche Bilder-Trip

Aber das sind ja nur Kinkerlitzchen im Vergleich zu dem, was die Computer ausspucken, wenn man ihnen etwas mehr Freiraum gibt. Die Entwickler haben Bildrauschen als Ausgang genommen und die künstliche Intelligenz experimentieren lassen, was sie darin erkennt. Diese Technik, Bilder zu erkennen, wo keine sind nennt sich Inceptionism und ist wohl das, was Kreativität oder eben träumen am nächsten kommt. Und gegen die Bilder die hier entstanden sind, sehen die Alben-Cover von Tool schon fast lächerlich aufgeräumt und rational aus:

google neural network bilderkennung inceptionism_7

google neural network bilderkennung inceptionism_16

Ich empfehle auf jeden Fall jedem, sich einmal die bemerkenswerte Galerie anzusehen, die Google online gestellt hat!

 

 


Quelle: ifl, google

 

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