Man weiß ja immer nicht so recht, was Google sich so bei den eigenen Apps denkt. Vor Kurzem erst hat man YouTube Music an den Start gebracht und auch wenn ich einige Funktionen grundsätzlich sehr cool finde, fehlt mir a) dass die Musikvorschläge und Auswahl nicht ganz so gut auf mich zugeschnitten ist, wie bei Play Musik und b) dass noch immer (fast) alle Playlists, die ich aus GPM kenne oder mir selber erstellt habe, in YouTube Music fehlen. Eine ordentliche Migration sieht anders aus. Stattdessen bekommt man bei einigen Wiedergaben angeboten, sich das Musikvideo anzusehen, wenn man den jeweiligen Song bei Play Musik abspielt. Also irgendwo klappt die Verknüpfung der beiden Dienste ja.

Jetzt bin ich aber über eine neue Funktion gestolpert, die ich so vorher noch nicht gesehen habe: auf dem Startbildschirm von Google Play Music (der ebenfalls deutlich besser gelungen ist als bei YouTube Music, wie ich finde) werden jetzt neuerdings zusätzlich zu „Laufen am Morgen“, „Entspanntes Aufwachen“, „Empfohlene Neuerscheinungen“ oder „Ähnlich wie Interpret XYZ“-Angeboten auch Konzerte angezeigt.

 

Exemplarisch wird ein Interpret, der demnächst in der (näheren) Umgebung ein Konzert gibt inklusive einer entsprechenden Playlist, die den Künstler vorstellt, bzw. auf das Konzert einstimmen könnte, angezeigt. Ein Klick offenbart dann eine Liste von weiteren, musikalisch passenden Konzerten diverser Künstler und von dort aus gibt es die Möglichkeit über die Optionen jeder Kachel eine „Ticket Info“ aufzurufen. Die Konzert-Infos werden von Songkick zur Verfügung gestellt, die Infos zu zig Konzerten zur Verfügung stellen und euch an die entsprechenden Verkaufsstellen weiterleiten können.

 

Dieses Feature finde ich genial und gerade so etwas erzeugt bei mir verschiedene Reaktionen:

  1. ich muss dringend wieder auf Konzerte gehen
  2. ich frage mich, warum man ein solches Feature nicht in YouTube Music integriert, wenn das doch angeblich die neue Plattform der Wahl von Google für das Streamen von Musik sein soll. Wäre es nicht so viel sinnvoller, wenn man alles das, was Google Play Musik gut macht, in die neue Musik-App integriert, bzw. dahin umzieht? Warum zeigt mir auch nach mittlerweile Wochen die Startseite von YouTube Musik Kram von Cro an, den ich mir ja niemals angehört habe oder anhören würde. Wer ist Kontra K und warum werden mir die Gorillaz vorgeschlagen, die ich mir nie aktiv angehört habe? Warum ist die „Hotlist“ in der YouTube Music App eine Hotlist, die auf den aktuellen Trends allgemein beruht und nicht eine Hotlist, die eher auf mich zugeschnitten ist – mit Interpreten, Songs und Mixen, die mir eher gefallen könnten, als James Arthur?

Ein solches Feature ist meiner Meinung nach ein deutliches Indiz dafür, dass Google die App, bzw. den Dienst Play Musik noch lange nicht abgeschrieben hat und, wie ich schon sagte: ich finde diese Funktion ja auch tatsächlich richtig clever und diejenigen, die GPM nutzen und häufiger auf der Startseite vorbeischauen, könnten hier sicherlich das eine oder andere Event finden, das sich zu besuchen lohnt.

 

 

 

 

Von Michael

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