Nearby Connections 2.0 – das bessere AirDrop unter Android

Schon vor vielen, vielen Monden hatte Google das erste Mal Nearby vorgestellt, eine Technologie, die Geräte sich untereinander erkennen, verbinden und kommunizieren lassen soll, ohne Bluetooth-Pairing Codes tauschen, Drittanbieter-Apps nutzen oder extra Hotspots öffnen zu müssen. Jetzt stellte man die nächste Entwicklungsstufe von Nearby vor.

Als Anwendungsszenario mal man eine Situation, in der man ein Hotelzimmer betritt und die verfügbaren Gerätschaften den Gast ‚erkennen‘ und etwa die Heizung auf dessen Vorlieben einstellen und seine Lieblingsmusiksammlung abspielen – nur weil er sich im Raum befindet. Das mag zwar schon an ausgewachsene Zukunftsmusik anmuten, Nearby kann aber noch mehr.

Verwendet werden dafür sowohl WLAN-, wie auch Bluetooth Low Energy und reguläre Bluetooth-Verbindungen, die zwischen den Geräten ausgehandelt werden. Auf Verbindungen über externe Server wird hierbei komplett verzichtet, weshalb Nearby ohne eine Internetverbindung auskommt. Übertragen werden können Dateien, einzelne Datensätze oder Datenstreams in einer Sterntopologie, bei der ein Host mehrere Clients bedient oder in einem Cluster, bei dem beliebig viele Punkte mit einander kommunizieren können.

Für beide Anwendungsfälle nennt man Beispiele, wie etwa das Hosten eines lokalen Spiels oder einer Lehrer-Schüler Situation für eine 1:n Verbindung und etwa einen lokalen Messenger oder eine Projekt-Kollaboration für die m:n Verbindung (Cluster).

Mit der Meldung in Googles Entwickler-Blog wird aber nicht nur die API für Nearby 2.0 veröffentlicht, sondern gleich einige echte Anwendungsbereiche für die neue Kommunikationsmöglichkeit. The Weather Channel wird Nearby etwa verwenden, um ortsspezifische Warnungen für Unwetter unter Personen des gleichen Standorts an zu zeigen, GameInsight plant hiermit andere Spieler eines gleichen Spiels zu finden und Offline-Multiplayer zu ermöglichen. Google selber will die direkte Kommunikation von Geräten nutzen, um Android TV über eine Fernsteuerungsapp steuern zu können und „second screen experiences“ zu schaffen.

 

 

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