Lenovo Moto Z vorgestellt: dank Modulen das bessere Smartphone?

Gestern Abend war es dann endlich soweit: Lenovo hat während der Keynote der Lenovo Tech World dann auch das Moto Z und das Moto Z Force offiziell gemacht. Vieles war schon bekannt zu den beiden Varianten des Smarpthones, eine handvoll pikanter Details sind aber erst jetzt offensichtlich geworden.

 

Hardware und Ausstattung

Das Moto Z, bzw. das Moto Z Force kommt jeweils mit einem 5,5 Zoll großen AMOLED Display daher, das mit 1560 x 1440 Pixeln auflöst, besitzt 4GB RAM und 32GB / 64GB Speicher und im Inneren werkelt der Snapdragon 820. Beide Smartphones besitzen auf der Front einen Fingerabdruckscanner, den wir schon vom Moto G Plus kennen.

Das Moto Z kommt dabei mit einer 13 Megapixel Kamera auf der Rückseite, während das Moto Z Force 21 Megapixel bietet – beide verfügen über eine 5 Megapixel Frontkamera. Wie der Name erahnen lässt, teilt sich das Moto Z Force eine Eigenschaft mit dem Moto X Force: das bruchsichere Display. Dafür ist es auch etwas dicker, als das „normale“ Moto Z: 7mm misst das Z Force, während das Z mit 5,2mm aktuell das dünnste, leistungsstärkste Smartphone auf dem Markt sein wird.

Beide Smarpthones sollen mit überaus mächtigen Akkus kommen. Während im Moto Z ein 2.600mAh Akku immerhin 30 Stunden Akkulaufzeit bringen soll, bietet das Moto Z Force einen 3.500mAh Akku, der ganz entspannt über 40 Stunden leisten soll. Beide Smarpthones verfügen über eine Schnellladefunktion, die bis zu 50% Akkuladung in etwa einer Viertelstunde in das Gerät pumpen soll.

Das Moto Z und Moto Z Force verfügt übrigens als eines der ganz wenigen Smarpthones bisher über keinen klassischen Kopfhöreranschluss. Lenovo hat den Schritt gewagt und dem Gerät neben dem USB Typ-C Anschluss keinen weiteren Port spendiert. Allerdings wird ein Adapter von USB auf Klinke mitgeliefert.

Moto Z TurboPower

 

 

Moto Mods

Das Highlight bei beiden Smartphones sind aber natürlich die Moto Mods: dabei handelt es sich um Module, die auf die Rückseite des Smartphones gesnapped werden und entweder ein rein optisches Upgrade bringen können oder das Smartphone tatsächlich um Funktionen erweitern können. Während der Keynote hat man 3 Moto Mods gezeigt:

 

Beim JBL SoundBoost Mod setzt man auf Lautsprechertechnik von JBL und integriert im Grunde einen kompletten externen Lautsprecher in das Backpanel, komplett mit Kickstand.

Moto Z JBL SoundBoost Black

 

Der Insta-Share Projector Mod beherbergt dagegen tatsächlich einen kleinen Beamer, der auf die Rückseite gesteckt werden kann. Dieser besitzt ebenfalls einen kleinen Standfuß, um das Smarpthone um bis zu 90 zu kippen und so bis an die Decke projizieren zu können. Dabei soll der kleine Projektor ein bis zu 70″ großes Bild werfen können und über einen internen Akku bis zu 1 Stunde versorgt werden, bis er sich mit an den Akku des Smartphones hängt.

Moto Z Insta-Share Projector

 

Das dritte Modul, das gezeigt wurde, war der Power Pack Mod, der im Grunde nichts weiter als ein zusätzlicher Akku ist und vor allen Dingen wenige stark als die anderen beiden Mods bei dem so schlanken Smartphone aufträgt. Über ein Power Pack soll man bis zu 22 Stunden zusätzlicher Nutzungsdauer erhalten. Durch die noch vertretbare Dicke könnten zwei davon die perfekten Begleiter für den Wochenendtrip sein, anstatt überhaupt ein Netzteil mit sich zu nehmen… ein angemessener Preis vorausgesetzt.

 

Zu guter Letzt hat man noch diverse Style Shell Mods gezeigt, die zwar keine Funktionen bieten, aber dem Smartphone eine gewisse Optik verleihen und gleichzeitig ein wenig auftragen, sodass die Kamera dann bündig mit dem Style Shell abschließt.

 

Lenovo ermutigt auch kleinere Entwickler, sich selber neue Moto Mods auszudenken und diese Ideen zu teilen, um noch weitere Module zu schaffen und dann auch zu vertreiben. Ob, bzw. wie viele Module wir von Drittanbietern sehen werden, warte ich gerne mal ab. Auch LG hatte für das G5 Entwickler aufgerufen, sich neue Module zu überlegen, aber bisher ist da auch noch nichts bei rum gekommen. Abwarten.

Nicht gezeigt wurde übrigens das geleakte Kameramodul von Hasselblad, das ja angeblich einen 10-fachen optischen Zoom auf das Smartphone bringen soll.

 

Verfügbarkeit und Preis

Die schlechte Nachricht vorweg: das Moto Z Force wird vorerst nicht irgendwoanders auf der Welt verkauft, als in den USA. Dort hat man wieder einen exklusiven Deal mit Verizon geschlossen und vertreibt die beiden Smartphones dort als Moto Z DROID und Moto Z Force DROID. Es ist aber nicht auszuschließen, dass nicht auch das Moto Z Force den Weg des Moto X Force geht und doch noch hierzulande zu kaufen sein wird.

Während beide Smartphones noch im Sommer diesen Jahres auf den amerikanischen Markt kommen sollen, müssen wir uns bis zum September in Geduld üben – und dann gibt es wie gesagt erst einmal „nur“ das Moto Z.

Ein Verkaufspreis ist noch nicht bekannt gegeben worden. Ich mache mir allerdings keine Hoffnungen, dass man eines der beiden Smartphones zum Marktstart für unter 600€ bekommen wird…

 

 


Quelle: motorola

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