YouTube zeigt Hinweis, wenn Kanäle staatlich finanziert sind

YouTube führt einen neuen Hinweis ein, der Nutzer darauf aufmerksam machen soll, wenn Kanäle auf der Plattform unter Umständen durch staatliche Gelder finanziert werden. Deutsche Medien sind bisher nicht betroffen.

Für viele ist YouTube mittlerweile zu einem großen Teil Quelle für den Medienkonsum auf diversen Bildschirmen geworden. Neben Angeboten wie etwa Netflix oder Amazon Video dominiert die Videoplattform vor allem bei den jüngeren Generationen das Seh-Verhalten und verdrängt zunehmend klassisches Fernsehen. Kein Wunder also, dass viele (teils staatliche) Kanäle ebenfalls auf YouTube zu finden sind.

Um diejenigen eindeutiger zu kennzeichnen, die mindestens teilweise durch staatliche Gelder finanziert werden, hat YouTube nun damit begonnen, entsprechende Kanäle mit einem Hinweis zu versehen:

 

Auf der amerikanischen YouTube-Seite werden bereits Videos vom Kanal RFA (Radio Free Asia), wie auch Videos auf dem Kanal von RT (Russia Today) entsprechend gekennzeichnet. RFA wird zu Teilen durch die US-Regierung finanziert, RT durch Russland.

Auf einer entsprechenden Support-Seite heißt es:

Wenn ein Kanal einem Nachrichtenverlag gehört, der von einer Regierung finanziert wird, wird auf der Videowiedergabeseite auf dem Kanal unter Umständen ein Hinweis angezeigt. Dieser weist darauf hin, dass der Verlag ganz oder teilweise von einer Regierung finanziert wird, und umfasst außerdem einen Link zur Wikipedia-Seite des Verlags. Der Hinweis wird direkt unter dem Video neben dem Informationssymbol  eingeblendet.
Dieser Hinweis soll Zuschauern eine Entscheidungshilfe für ihren Nachrichtenkonsum bieten. Er ist kein Kommentar von YouTube zur redaktionellen Ausrichtung des Verlags oder des Videos. (…)
Der Hinweis zu staatlich finanzierten Nachrichtenverlagen wird nicht in den YouTube-Suchergebnissen angezeigt. Er hat auch keine Auswirkungen auf die Funktionen oder die Monetarisierungsberechtigung der jeweiligen Videos.

 

Bisher sind diese Hinweise lediglich in den USA auf YouTube zu sehen. Die Tatsache, dass es schon jetzt eine deutsche Hilfe-Seite hierzu gibt, dürfte aber ein Indiz sein, dass dies auch in einigen Monaten für uns übernommen wird. Damit könnten entsprechende Hinweise auf Kanälen etwa der Bundesregieung angezeigt werden.

 

 


via heise

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