WhatsApp hebt Dateibeschränkungen auf

Dass man mit WhatsApp schön länger Dateien versenden kann, dürfte jeder von euch schon mitbekommen haben. Musik, PDF- und Word-Dokumente, und einige andere Formate konnte man schon seit Monaten mit dem Messaging-Dienst an andere Kontakte verschicken – allerdings eben nicht alle Dateitypen. Das ändert sich wohl jetzt.
Wie WABetaInfo berichtet haben die ersten Nutzer die Möglichkeit erhalten, beliebige Dateitypen mittels WhatsApp zu Chat-Partnern zu senden. Die einzige Einschränkung sei wohl die Größe der Datei. Hier werden für iOS bis zu 128MB und Android maximal 100MB große Files erlaubt. Über WhatsApp Web bis zu 64MB. Letzteres ist besonders ärgerlich, da man auf dem PC oder Mac potenziell am ehesten Dateien hat, die man gerne versenden möchte und diese per Drag’n’Drop komfortabel im Chatfenster ablegen kann.

Noch ist die Funktion wohl in einem experimentellen Stadium, da eben nur sehr wenige der Beta-Tester von WhatsApp die Möglichkeit nutzen können. Das ist allerdings eventuell auch gut…

 

…potenzielle Gefahr durch Installations-Pakete?

Ich bin kein Freund davon, die Möglichkeit, Programme unter Android per Sireload per se schlecht zu reden. Allerdings sollte in Zeiten von unbedacht weitergeleiteten Kettenbriefen in Hinblick auf den Wegfall der Dateibeschränkung beim Versenden Vorsicht geboten sein.
Durch das Entfernen der Beschränkung, was die Datei-Endungen angeht, wird auch das Versenden von APKs, also Installationspaketen unter Android, möglich. Wer (aus welchen Gründen auch immer) die Sicherheitseinstellung „Unbekannte Quellen“ unter Android umgeht, bzw. die Installation aus diesen erlaubt, der kann jede APK auf seinem Gerät installieren und ich werde sicherheitshalber mal bei meiner Frau und meinen Eltern prüfen, ob diese dort deaktiviert ist (standardmäßig ist sie das)…
Wer Schindluder mit dem Dateiversand von WhatsApp treiben will, der wird sicherlich früher oder später auf die Idee kommen, fragwürdige APKs (eventuell getarnt als „lustiges Spiel“ oder irgend so ein Blödsinn) an hunderte Kontakte zu senden, um eventuell Malware zu installieren.

 

Wann die Funktion für eine breitere Masse freigeschaltet, bzw. ausgerollt wird, ist indes noch völlig unklar. Bis die uneingeschränkte Datei-Übertragung alle Nutzer erreicht, könnte es noch Monate dauern.

 

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