Smarte Heimlautsprecher: Klang ist weniger wichtig, als der Preis

Jetzt, wo nach Amazon und Google auch Apple das Segment der smarten Heimlautsprecher entdeckt hat, sind einige Fragen bezogen auf die mehr oder weniger zylindrischen Geräte für Zuhause von Interesse.

Wir haben eine eigene, kleine Umfrage gestartet und wollten wissen, welcher der Heimlautsprecher mit integriertem Sprachassistenten für euch in Frage käme. Das bisherige Ergebnis mit 256 Stimmen ist recht eindeutig ausgefallen: 43% wollen komplett auf ein solches Gerät verzichten, 39% würden sich Google Home kaufen, 16% haben (oder würden sich) einen Amazon Echo oder Echo Dot holen und 2% ein Apple HomePod.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass diese Befragung bei Google+ durchgeführt wurde und daher eine gewisse Tendenz zu Googles Produkt wohl zu erwarten war. 😉

 

Preis vor Klangqualität

Anders sieht es da bei einer Befragung in den USA aus, die von Morning Consult durchgeführt wurde. Hier wurden 2200 Amerikaner befragt, was für Sie eine höhere Gewichtung beim Kauf eines smarten Heimlautsprechers hat: Preis, Klangqualität, Marke, Kompatibilität und Qualität der Spracherkennung. Und eigentlich wenig überraschend war für die Mehrheit der Befragten der Preis das Hauptargument für, bzw. gegen einen Kauf.

Mit 30% sind die Kosten für ein solches Gerät das wichtigste Kriterium für einen eventuellen Kauf. Mit jeweils 15% kommen danach die Kompatibilität mit anderen Geräten, die man bereits besitzt und die Qualität der Spracherkennung.
Mit lediglich rund 7% ist die Klangqualität gleichauf mit dem Zusammenspiel mit Diensten oder Geräten anderer Hersteller.
Mit ungefähr 5% wurden die Marke und lediglich 2% das Aussehen des Lautsprechers bewertet. Verständlich – schließlich kann (oder will?) man einen solchen smarten Lautsprecher auch einfach irgendwo hinstellen, wo er nicht auffällt, aber trotzdem seinen Dienst tut.

 

Klang ist Nebensache

Dass die Klangqualität der Lautsprecher eine eher untergeordnete Rolle spielt, wird wohl daran liegen, dass die wenigsten diese Geräte als ernsthaften Ersatz für die heimische Anlage ansehen. Selbst wer gerne über die Sprachsteuerung etwa ein Internetradio oder ein Album eines Interpreten abspielen will, der kann beispielsweise mit einem Amazon Echo Dot direkt per Kabel oder Bluetooth an qualitativ hochwertigere Lautsprecher gehen oder bei Google Home über einen Chromecast (Audio) die Wiedergabe an ein externes Gerät übergeben.

Ich persönlich kann die Zahlen einigermaßen bestätigen. Auch für mich ist die Qualität der Spracherkennung und der Funktionsumfang des integrierten Sprachassistenten wichtiger, als die Qualität der Lautsprechers. Und für die Gartensession kann man ja auch noch auf eventuelles Zubehör ausweichen.

 

 


Quelle: morningconsult via golem

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