Nintendos Online-Service kommt erst 2018 – Spiele doch nicht zur Miete

Nintendo hat endlich neue Informationen zum kostenpflichtigen Online-Service bekanntgegeben, den man sich für die Nintendo Switch ausgedacht hat. Bis zuletzt war nur klar, dass Nutzer für Online-Gaming auf Nintendos Hybrid-Konsole einen monatlichen, bzw. jährlichen Obulus zahlen müssen – genau wie bei der Konkurrenz von Sony und Microsoft. Allerdings hatte man ziemlich viel Unmut auf sich gezogen, als in den ersten Stellungnahmen zu dem Online-Service bekannt wurde, dass man jeden Monat ein klassisches NES- oder SNES-Spiel geliehen bekommen würde. Nach dem laufenden Monat sollte dieses dann aber wieder aus der Bibliothek der Nutzer entfernt werden und wenn man seine liebe Freude daran gefunden hätte, hätte man das Spiel über die (noch immer nicht veröffentlichte) Virtual Console neu kaufen müssen.

Das hat man nun erfreulicherweise revidiert: Wer Nintendos Online-Service abonniert, der darf die Spiele, die es dort inklusiv gibt, auch behalten – zumindest solange man weiterhin zahlt. Das ist das selbe Prinzip auf das auch Microsoft und Sony setzen und es wertet sowohl den Dienst, als auch die Konsole in meinen Augen deutlich auf. Insofern dürfen wir wohl alle froh sein, dass Nintendo hier vom hohen Ross heruntergekommen ist und Einsicht gezeigt hat. Zu Anfang wird es eine „Classic Game Selection“ geben, die jedem Abonnenten zur Verfügung gestellt wird und die Spiele Super Mario Bros. 3, Balloon Fight und Dr. Mario enthalten.

 

2018 für $20 in Jahr

Während man den bezahlten Online-Service eigentlich noch Ende diesen Jahres starten wollte, hat man aber in der offiziellen Ankündigung bei Nintendo nun eingeräumt, dass man doch erst im nächsten Jahr starten wird. Bis dahin wird der Dienst weiterhin als eingeschränkte und kostenlose Version weiterlaufen. Das heißt, dass jeder Nutzer einer Nintendo Switch bis zum Start des bezahlten Dienstes Online-Multiplayer kostenlos nutzen kann – die o.g. Spiele sind aber bis dahin freilich noch nicht verfügbar.

Immerhin verlangt Nintendo für den Online-Service lediglich $20 USD pro Jahr, in Deutschland sind es analog 20€. Für 4€ pro Monat oder 8€ pro Quartal kann man ebenfalls in kleineren Pakete buchen, was aber wohl niemand ernsthaft in Erwägung ziehen dürfte. Damit liegt Nintendo übrigens rund satte 40€ unter der Konkurrenz, die für ihren Bezahl-Dienst ungefähr den Preis eines neuen Spiels pro Jahr verlangen. Allerdings erhält man dort auch etwas aktuellere und aufwändigere Titel zum Download. Ob man bei Nintendo jemals Ocarina Of Time oder Pilot Wings in die Virtual Console für Abonnenten übernimmt, stelle ich nämlich ernsthaft in Frage.

 

Bis zum Start des Online-Services wird man im Sommer/Herbst außerdem noch die offizielle Smartphone-App starten, die benötigt wird, um bei Online-Games des Sprach-Chat nutzen zu können. Dafür kann man nämlich leider nicht einfach ein Bluetooth-Headset mit der Nintendo Switch koppeln, sondern muss ein kabelgebundenes Headset mittels Adapter mit dem Smartphone und der Konsole verbinden, was für einigen Kabelsalat bei Nutzern sorgen dürfte und zumindest für mich das ganze jetzt schon zu einem no-go macht.

 

 


Quelle: nintendo

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