Google killt Play Musik – Nachfolger wird näher an YouTube sein


Mit YouTube Remix will Google den bisherigen Musikstreamingdienst Google Play Musik komplett ablösen. Remix soll die besten Funktionen von den Plattformen YouTube und Play Musik zusammenführen. Vielleicht ist dann ja auch endlich YouTube Red für Detuschland in Sicht?

Ich hatte bereits vor rund einem Monat darüber berichtet, dass Google offenbar an einem neuen Musikstreamingdienst mit dem Namen YouTube Remix arbeitet, der sich stärker als Konkurrent zu Spotify positionieren soll. Nun haben die Kollegen von Droidlife Informationen aus einer, laut eigenen Angaben, verlässlichen Quelle erhalten, die diesen Dienst noch etwas besser erklärt.

YouTube erhält wohl Musik-Bezahldienst

YouTube Remix soll sich stärker an den Vorschlägen orientieren, die man seit 2016 bereits in Google Play Musik findet. Etwa eine Playlist wenn man morgens aufsteht, eine Party-Playlist für den Samstagabend oder eine Playlist mit Musik ohne Gesang für das konzentrierte Arbeiten. YouTube Remix soll diese Funktionen und die Integration von verfügbaren Musikvideos bieten und als Bezahldienst damit gleichzeitig eine bessere Möglichkeit bieten, Copyright-Themen auf YouTube selber zu lösen.

Google könnte mit YouTube Remix einen der wichtigsten Schritte überhaupt für YouTube machen. Bisher bietet Spotify als Dienst die größte Nutzerbasis und trotzdem sind viele Nutzer gerne bereit die Werbung auf YouTube in Kauf zu nehmen, wenn man sich dort einer Playlist von Helene Swift hingibt. Mit Remix könnte man potenziell viele Nutzer zu Googles (dann neuem) Musikdienst holen, da eine Integration der bisherigen Dienste YouTube Music und YouTube Red absolut naheliegend ist. tatsächlich ist es in den USA aktuell so, dass Abonnenten von YouTube Red für die $10 im Monat werbeloses YouTube, YouTubes Musikzentrierte App YouTube Music und eben auch Google Play Musik nutzen können. Wenn YouTube Remix diese Dienste allesamt vereinheitlicht, wäre es gerade für diejenigen, die die Videoplattform sehr häufig nutzen (also ungefähr jeder unter 35) besonders attraktiv. Außerdem würde es die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass wir auch in Deutschland endlich in den Genuss einer buchbaren werbefreien Version von YouTube kämen, da Red bis heute nicht bei uns verfügbar ist.

Google Play Musik soll zum Ende diesen Jahres in YouTube Remix überführt werden und damit komplett als Applikation und als Dienst verschwinden. Was allerdings mit den bis zu 50.000 Titeln passiert, die Google Nutzern jedem Nutzer – egal ob Bezahler oder nicht – als privaten Cloudstorage zur Verfügung stellt, um seine Musiksammlung überall verfügbar zu machen, ist unklar.

In einem Statement hatte sich auch ein YouTube-Sprecher gemeldet und folgendes mitgeteilt:

We’ve previously announced the combination of the YouTube Music and Google Play product teams — music is very important to Google so it’s critical we have one offering that meets the needs of consumers and artists. Nothing will change for users today and we’ll provide plenty of notice before any changes are made.

Was ungefähr so viel bedeutet wie „ja, da kommt was“ – vielleicht ja schon zur Google I/O?

 

 

 

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