Runde Sache: der DOCKIN D TUBE im Test

DOCKIN D TUBE

54,95€
DOCKIN D TUBE
9

Verarbeitung

8.0/10

Klang

9.0/10

Bedienung

8.0/10

Reichweite

10.0/10

Akku

10.0/10

Pros

  • Vor Wasser geschützt
  • top Akkulaufzeit
  • Tragetasche für Transport
  • sehr große Reichweite

Cons

  • Gummiklappe etwas lose
  • eigentlich direktional
  • keine Möglichkeit, Ösen anzubringen
  • Höhen fehlen bei größerer Lautstärke

 

Ich habe mir vor kurzem schon den kleinen Bluetooth-Lautsprecher D SOLID der Berliner Firma Dockin anschauen dürfen, jetzt hat mir der Hersteller die größere Variante D TUBE zur Verfügung gestellt, den ich ebenfalls für eine Zeit testen konnte. Was ich von dem Lautsprecher halte, lest ihr im Folgenden.


TL;DR

Der D TUBE ist in seiner Bauform anderen Lautsprechern wie den UE Boom sehr ähnlich, die in der Regel einen deutlicheren dreistelligen Betrag kosten. Dockins Lösung ist da mit runden 55€ preislich deutlich schlanker und bietet trotzdem auch einen sehr soliden Klang.

Der Lautsprecher ist aber trotz der runden Form ausdrücklich kein 360° Speaker, sondern gibt Musik direktional wieder. Wer genauer hinschaut erkennt auch, dass er gar nicht dafür gedacht ist, hochkant aufgestellt zu werden. Das ist kein Problem, aber vor allem irritiernd – unterstützt wird diese Irritation durch die Anschlüsse auf der einen und den EIn/Aus-Schalter auf der anderen Seite des Zylinders. Die Bedienung ist dafür aber sehr eindeutig: die Tasten sind klar gekennzeichnet und lassen sich gut drücken.

Positiv fällt der Spritzwasserschutz auf, der einem die Sorge beim Badeausflug nimmt, wenn der Lautsprecher mal nass wird. Allerdings ist die Gummiklappe, die die Anschlüsse schützt bei meinem Testgerät leider etwas weich und hält nicht 100%ig sicher.

Sehr gut waren die Reichweite und die Akkuleistung des D TUBE. Über größere Distanzen blieb das Signal stabil und klar und mit lockeren 8 Stunden Laufzeit reicht er auf jeden Fall auch für ausgedehnte Tage am Baggerloch.

Wer es ausführlich haben will, der liest wie immer weiter.


 

Optik und Verarbeitung

Im Gegensatz zum D SOLID von Dockin mutet der D TUBE rein optisch etwas promintenter an. Ich habe im Testbericht zum kleineren Lautsprecher ja schon moniert, dass dieser seinen wirklich sehr guten Klang und die solide Verarbeitung durch die Optik, wie ihn viele andere Speaker bieten, etwas verwässert und wenig auffällt. Der D TUBE hingegen erinnert Optisch an andere Lösungen der Konkurrenz und sticht durch die runde Bauform eher hervor. Ein beinahe komplett umgebendes Metallgitter wird auf beiden Seiten des Zylinders von Kunststoffenden flankiert, die den Ein/Aus-Schalter und die microUSB- und Klinkenanschlüsse beherbergen. Auf der Oberseite sitzen die Bedienelemente für Play/Pause und Lauter/Weiter, Leiser/Zurück.

Und hier offenbart sich eine Krux bei dem Lautsprecher: auch wenn die Zylinderform es einem vorgaukelt, ist der D TUBE eigentlich ein direktionaler Speaker. Er hat eine eindeutige Front- und eine Rückseite und ist eigentlich nicht zum Hochkant-Aufstellen gedacht. Gegenüber von den Bedienelementen findet man außerdem zwei Gummistreifen, die den Fuß des Lautsprechers darstellen. Das ist etwas unglücklich wie ich finde, denn dann hätte der 181,5mm x 69,3mm große Lautsprecher auch in Box-Form kommen können.

Die Verarbeitung ist indes gut; Die Tasten lassen sich angenehm „klickend“ betätigen und ich habe keine unsauber verarbeiteten Spalte oder Grate gefunden und das Metallgitter knickt sauber in den Kunststoff ein. Lediglich die Gummiklappe, die die Anschlüsse vor eindringendem Wasser schützen soll ist ziemlich wabbelig und hält nur solala in der dafür vorgesehenen Ausbuchtung. Das ist etwas schade, denn es könnte unter Umständen passieren, dass die Lasche sich unbeabsichtigt etwas löst und damit eine Öffnung für eben zum Beispiel Wasser eröffnet.

 

Bedienung

Sehr gut finde ich auch beim D TUBE, dass hier ein NFC-Chip integriert wird, der es nach dem Einschalten direkt erlaubt, den Lautsprecher mit dem Smartphone zu koppeln, ohne in irgendwelche Einstellungen gehen zu müssen – vorausgesetzt natürlich euer Gerät verfügt über NFC und dieses wird nicht nur für einen Bezahldienst und sonst keine weiteren Funktionen freigegeben (damit meine ich euch, Apple!).

Wenn der Lautsprecher in seiner vorgesehenen Ausrichtung (also quer) steht, kann man alle Punkte gut erreichen: die Steuerung für Play/Pause und Vor und Zurück sitzen auf der Oberseite des D TUBE, der Power-Button an der einen, der optionale AUX-Eingang auf der anderen Seite.

Etwas moderner (und vielleicht auch für manche naheliegender) wäre aber die Aufstellung hochkant, bei der man aber immer entweder den Ein/Aus-Schalter blockiert oder aber den microUSB-Ladeanschluss und den Klinkenanschluss blockiert. Ich komme einfach nicht darüber hinweg, dass hier schlicht ein Dilemma zwischen Design und Benutzung besteht.

Sehr positiv bei der Bedienung ist mir übrigens die Reichweite des Lautsprechers aufgefallen. Die ist ausnehmend gut und hat es mir erlaubt, den D TUBE sauber zu betreiben, selbst wenn er auf der Gegenüberliegenden Seite meines Gartens stand (runde 35m). Der verbaute Chip, bzw. die Antenne arbeitet sehr zuverlässig auf freiem Feld und auch zwischen Wänden oder Decken ist die Übertragung deutlich besser, als bei anderen Geräten, die ich schon testen durfte.

Lautstärkeregelung vom Smartphone losgelöst

Der D TUBE verfügt dabei über eine Lautstärkeregelung, die unabhängig von der des Smartphones gesteuert wird. Sprich: ihr könnt auf eurem Smartphone die Bluetooth-Audio-Übertragung auf Anschlag stellen, wenn der Lautsprecher selber etwa aber nur bei 25% ist. Das ist für manche ein Vorteil, da sie so vielleicht noch etwas kleinschrittiger die Lautstärke regulieren können, allerdings kann das auch zu oben genannter Verwirrung führen, da man eben eventuell nicht die volle Lautstärke erreicht, weil eines von beiden Geräten nur bei 50% steht. Und das bringt uns zum nächsten Punkt: dem

 

Klang

Das ist natürlich der Punkt, der bei einem Lautsprecher grundsätzlich den Ausschlag geben sollte. Ein Gerät kann noch so schick sein – wenn der Klang mies ist, macht es auch keinen Spaß diesen zu benutzen. Und hier ist das, was der D TUBE abliefert solide. Er besitzt zwei aktive Treiber; einen auf der Frontseite, flankiert von zwei passiven Membranen und einen auf der Rückseite, der einen 360°-Klang vorgaukelt und so Klangerlebnis etwas „runder“ macht. Vermissen lässt der D TUBE leider einen Hochtöner.

Während der Klang über den AUX-Anschluss meiner Meinung nach grundsätzlich besser ist, als über die Bluetooth-Verbindung, verfügt er über einen guten Klangraum in den Mitten und Tiefen. Dabei ist er bei nicht so bassig, wie der D SOLID (der es meiner Meinung nach auch etwas zu gut meint), aber kann bei seinem Gewicht von 430 Gramm auch im unteren Frequenzbereich Druck machen.

Wo der Lautsprecher ein wenig dünn ist, sind allerdings die Höhen. Hier merkt man vor allen Dingen bei hohen Lautstärken von ca. 80% und höher, dass ein dedizierter Hochtöner fehlt. Ausschließlich über die Bluetooth-Verbindung ist mir außerdem etwas sauer aufgestoßen, dass sehr hohe Frequenzen in diesen Lautstärkebereichn ein wenig krächzen. Über Klinke war das kein Thema.

Für die Größe (und den Preis) des Lautsprechers ist das Klangbild aber in meinen Augen insgesamt sehr ordentlich. Die maximale Lautstärke würde ich als irgendwo zwischen ziemlich laut und sehr laut einstufen. Ich habe keine wirklichen Anwendungsfälle gehabt, in denen ich ihn bei voller Lautstärke habe laufen lassen müssen – dafür war er mir dann doch zu laut.

 

 

Akkulaufzeit

Dockin gibt die Laufzeit des Akkus mit 12 Stunden an. Das ist etwas optimistisch, wie ich feststellen musste. Diese Zeit kann man eventuell bei mittlerer oder leiser Lautstärke und ohne Bluetooth-Verbindung erreichen. In einem „normalen“ Szenario erreichte ich aber eher eine Laufzeit von ca. 8-9 Stunden. Und das, muss ich sagen, finde ich einen sehr soliden Wert.

Mit einer Wiedergabezeit von quasi einem Arbeitstag kann man den voll geladenen Lautsprecher ganz entspannt mit an den Baggersee nehmen und muss ich nicht wirklich sorgen, dass er mitten am Tag seinen Dienst versagen könnte. Wer ihn täglich nur hie und da verwendet, der wird ihn auf jeden Fall über mehrere Tage problemlos verwenden können, ohne sich über eine Stromversorgung kümmern zu müssen. Das ist ein deutlicher Pluspunkt.

 

Fazit

Im Gegensatz zum D SOLID irritiert mich das Preisschild von 55€ bei D TUBE von Dockin nicht wirklich. Optisch erinnert er sehr an Lautsprecher, die deutlich mehr kosten und wirkt hier eher wie ein Schnäppchen.

Der Markt für Bluetooth-Lautsprecher ist ziemlich voll und daher stellt sich die Frage „würde ich mir den D SOLID eher als einen anderen Laustprecher kaufen?“ – ich kann das mit einem soliden Jein beantworten. Wenn ich nicht gewillt bin, 200€ für einen tragbaren Lautsprecher mit einem großen oder kleinen B im Namen auszugeben aber trotzdem einen soliden Klang haben will, dann ist der runde Lautsprecher von Dockin eine wirklich gute Alternative. Allerdings darf man sich von eben diesem Design nicht täuschen lassen; der D TUBE ist zwar ein Zylinder, die Wiedergabe verhält sich aber wie bei einer klassischen Box.

Für die 55€ bekommt man aber klanglich, in Sachen Lautstärke und vor allen Dingen in Hinblick auf Reichweite und Akkulaufzeit einen Lautsprecher, der in dieser Preisklasse seinesgleichen sucht.

 

 

 

 


Der D TUBE wurde mir von Dockin zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Ich habe keinerlei Form von Bezahlung für diesen Beitrag erhalten und der Bericht spiegelt meine persönliche Meinung wider.

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