Deal zwischen Google und HTC ist beschlossen

Heute morgen um kurz nach 4 Uhr hat Google bestätigt, was in den vergangenen Tagen mehrfach im Internet brodelte: man übernimmt einen Teil von HTC. Allerdings hat man nicht die gesamte Smarpthone-Sparte gekauft.

Mit einem Blogpost vom Chef der Hardware-Abteilung, Rick Osterloh, machte man das öffentlich, was bisher nur in Gerüchten gehandelt wurde. Google hat einen Deal mit dem Hersteller HTC geschlossen, der eine nicht definierte Zahl von HTC-Mitarbeitern an Google überlässt.

Google ist 2016 mit Google Home, Google WiFi, Daydream View und eben den Pixel-Smartphones, die in Zusammenarbeit mit HTC gefertigt wurde, in das Hardware-Geschäft eingestiegen. Auch bei der zweiten Generation der Smartphones hat man erneut mit HTC kooperiert. Und wenn wir uns erinnern; das allererste Android-Smarpthone überhaupt, das HTC Dream wurde seinerzeit von dem taiwanesischen Hersteller gebaut. Wenn man es so sehen will, ist die Zusammenarbeit mit dem Hersteller eine der längsten überhaupt, die Google gepflegt hat.

Jetzt übernimmt man mit einem Deal über 1.1 Milliarden US Dollar zwar keine komplette Sparte von HTC, aber eine nicht näher benannte Anzahl von Mitarbeitern, die an der Entwicklung der Pixel-Geräte beteiligt waren. Der Deal beinhaltet außerdem einen nicht-exklusiven Zugriff, bzw. die Verwendung von Patenten, die HTC innehat, wodurch Google bei den eigenen Geräten eine Reihe von Lizenzgebühren sparen kann. HTC behält also den eigenen Smartphone-Bereich und wird wohl auch in der Zukunft weiterhin Geräte fertigen – allerdings kann Google nun auf ein größeres und wohl auch sehr erfahrenes Team von Designern und Entwicklern zurückgreifen.

HTC auf der anderen Seite profitiert natürlich durch die Finanzspritze, die man hier erhält und kann diese hoffentlich sinnvoll in die Entwicklung der eigenen Geräte stecken. Diesen Bereich muss der Hersteller meiner Meinung nach auch dringend überarbeiten und mindestens in Design-Angelegenheiten konkurrenzfähige Smarpthones entwickeln. Denn durch das Wegfallen der Lizenz-Einnahmen und der Kooperation für kommende (Pixel)-Geräte, wird dem Hersteller hier sicherlich ein Stück weit eine Finanzierung verlieren.

Der Deal wird Anfang 2018 endgültig festgesetzt sein. Bis dahin werden beide Unternehmen noch die üblichen rechtlichen Instanzen durchlaufen müssen.

 

 


Quelle: google

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