Das neue Macbook Pro – nette Spielerei mit Touch Bar und Adaptern

Das war sie also: die Präsentation von Apple, bei der man die neuen Macbooks vorgestellt hat. Was man sonst gezeigt hat? Eigentlich nur eine neue App für’s Apple TV – sonst leider nichts.

 

Macbook mit Touch Bar

Zugegeben: die neue Touch Bar im Apple Macbook ist eine coole Idee. Hier werden je nach Applikation oder Situation kontextabhängige Tasten auf dem touchfähigen OLED-Streifen gezeigt; In Safari eure Lesezeichen, in der Videowiedergabe der Fortschrittsbalken, in Fotos Optionen zum scrollen durch die Bilder oder zur schnellen Bearbeitung. Auch die ersten Applikationen von Drittanbietern bieten schon Zusatzfunktionen, wie etwa in Microsoft Word.

Ganz rechts bietet die Touchbar nun den neuen Power-Button, der gleichzeitig als Touch-ID Fingerabdruckscanner fungiert und mit dem ihr das Macbook entsperren könnt oder zum Beispiel Käufe via Apple Pay autorisieren könnt.

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Wie wegweisend auf der anderen Seite das Anzeigen und Auswählen von Emojis ist, darf indes gerne diskutiert werden.

 

Spezifikationen

Rein von der Leistung her hat Apple natürlich ebenfalls aufgestockt, Core i5 und Core i7 Prozessoren der sechsten Generation und neue Radeon GPUs betreiben die neuen Geräte. Nicht lumpen lassen hat man sich übrigens in Bezug auf das Touchpad; das ist nämlich mittlerweile doppelt so groß, wie es noch beim 2015er Modell war und bietet damit eine wirklich bemerkenswerte Fläche, um die Maus zu bedienen und mit Gesten zu navigieren. Die Tastatur übernimmt den Butterfly-Mechanismus, wodurch sie, genau wie beim Vorgänger, extrem flach ist.

In den verschiedenen Größen sind die Macbooks wie folgt ausgestattet:

Macbook Pro (13 Zoll)

  • 13,3 Zoll  IPS Retina Display
  • Auflösung: 2.560 x 1.600 Pixel
  • Intel Core i5  (2,0 GHz Dual‑Core) /  Intel Core i7 (2,4 GHz Dual‑Core)
  • Intel Iris Graphics 540
  • 8GB / 16 GB RAM
  • 256 GB / 512 GB / 1 TB SSD
  • 2 x Thunderbolt 3 (USB Typ-C)
  • 720p FaceTime Frontkamera
  • bis zu 10 Stunden Laufzeit

 

Macbook Pro mit Touch Bar (13 Zoll)

  • 13,3 Zoll  IPS Retina Display
  • Auflösung: 2.560 x 1.600 Pixel
  • Intel Core i5  (2,9 GHz Dual‑Core) / Intel Core i5  (3,1 GHz Dual‑Core) / Intel Core i7 (3,3 GHz Dual‑Core)
  • Intel Iris Graphics 550
  • 8GB / 16 GB RAM
  • 256 GB / 512 GB / 1 TB SSD
  • 4 x Thunderbolt 3 (USB Typ-C)
  • 720p FaceTime Frontkamera
  • bis zu 10 Stunden Laufzeit

 

Macbook Pro mit Touch Bar (15 Zoll)

  • 15,4 Zoll  IPS Retina Display
  • Auflösung: 2.880 x 1.800 Pixel
  • Intel Core i7 (2,6 GHz Quad‑Core)
  • Radeon Pro 450 / 455 (2GB) / Radeon Pro 460 (4GB)
  • 16 GB RAM
  • 256 GB / 512 GB / 1 TB / 2TB SSD
  • 4 x Thunderbolt 3 (USB Typ-C)
  • 720p FaceTime Frontkamera
  • bis zu 10 Stunden Laufzeit

 

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Preis und Verfügbarkeit

„Ja und? Wie teuer sind die Mopetten jetzt?“ werden sich sicherlich einige fragen. Und wie zu erwarten, verlangt Apple für die Pro-Reihe der Macbooks entsprechende Preise; zwischen 1700€ für die 13″ Variante ohne Touch Bar, bis hin zu 3200€ für die voll ausgestattete 15″ Variante mit Touch Bar nimmt Apple für die Geräte.

Wer jetzt in Apples Shop schon zuschlägt, soll sein neues Macbook Pro in 3-4 Wochen erhalten.

 

 

Was fehlt ?

Muss man also das Upgrade vom Macbook aus dem Vorjahr auf die neue Version machen? Nun, das sollte trotz der Tatsache, dass die neuen Macbooks dünner und leichter sind und (bis auf die kleinste Variante) mit der Touch Bar ausgestattet sind, wohl überlegt sein. Durch die USB Typ-C Anschlüsse verliert man auf Anhieb jede Möglichkeit,  „normale“ Geräte an das Macbook anzuschließen.

Selbst wenn ihr euer iPhone anschließen wollt, müsst ihr einen Adapter nutzen. 

Für einen USB Stick, ein Netzwerkkabel, einen Beamer, einen Drucker, quasi für jede Art von Zubehör benötigt ihr jetzt (noch) einen Adapter von USB Typ-C auf USB A. Selbst wenn ihr euer iPhone anschließen wollt, müsst ihr einen Adapter nutzen. Sicher: wenn USB Typ-C endlich weiter verbreitet sein wird, werden auch mehr Geräte direkt mit einem entsprechenden Anschluss versehen sein, aber seien wir mal ehrlich: Apple möchte gerne, dass ihr deren Adapter kauft, die einfach ein klitzekleines bisschen überteuert sind. Für viele wird wohl auch der Wegfall des SD-Karten-Slots ärgerlich sein. Nichts mit mal eben die Fotos der Kamera rüber kopieren. Käufer des neuen Macbook Pro müssen sich einfach damit abfinden, dass sie immer eine handvoll Zubehör mit sich herum schleppen müssen.

 

Ich bleibe dennoch dabei: die neue Touch Bar finde ich schon cool. Ich sehe, dass andere Hersteller diese Idee übernehmen und freue mich schon auf die ersten Windows-Laptops mit diesem Feature. 😉

 

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