„Blackberry Passport mit Android wird nicht passieren“ und Infos zum kommenden Slider

Klatsch – das war eine deutliche Ansage, als man uns von Seiten Blackberrys mitteilte, dass es definitiv kein Blackberry Passport mit Android geben wird.  Entlohnt wurden wir aber mit dem vermeintlich finalen Namen des kommenden Blackberry Venice.

Der kanadische Hersteller, der auf der IFA mit einem überschaubaren Stand vertreten war, ist eindeutig aufgestellt: das Blackberry Passport ist gut, so wie es ist. Und daran will man auch nichs ändern – jetzt, nachdem man noch einmal am Äusseren etwas geändert hat und dabei das Passport Silver herauskam.
Mit dem aktuellen Betriebssystem sei man sehr zufrieden und Blackberry und der Nutzer hätten alles, was sie brauchten – und wenn man auf Android Apps bestünde, könne man jederzeit mit wenig Aufwand APKs auf den eigenen Geräten ans Laufen bringen. Einen Unterschied zu einem nativen Android System gäbe es dabei nicht und die Apps würden bis auf wenige Ausnahmen (man sprach von vielleicht 3% der Apps, die nicht liefen) performant laufen.
Es mag ein blöder Zufall gewesen sein, aber der Minions Endless-Runner, der dort auf einem Ausstellungs-Passport installiert war, stockte und stotterte, wie sonst was. Aber darüber will ich jetzt noch nicht urteilen – wir werden ein Passport bekommen und können dann die Kompatibilität zu Android, bzw. den Android-Apps selber testen. Aber zumindest das Passport wird wohl eben niemals mit Android laufen.
Das widerspricht den Informationen, die etwa DuDroid angeblich ebenfalls direkt von Blackberry erhalten hat. Demnach habe man den Plan (und das Smartphone hat er ja eindrucksvoll in einem Video vorgeführt), ein Android-Passport herauszubringen, noch nicht abgeschrieben, sondern warte den Marktstart des neuen Sliders ab, den wir als Venice kennen.

 

Blackberry Venice wird „Avenger“ heißen

Und da sind wir bei den anderen spannenden Informationen, die man uns nannte. Und ich zitiere „es wird unter Umständen, eventuell, womöglich ein Smartphone mit gebogenem Display und mit Android geben“, das man ja bereits einige Male im Netz kursieren sah. Dabei hat Blackberry wohl über lange und anstrengende Verhandlungen und Diskussionen mit Google durchgeboxt, dass bestimmte Dienste und deren Daten nicht über Googles Server laufen werden, sondern Blackberry diese Daten nur über die internen Systeme, denen man selber auch vertraue, schieben würde. Wenn das stimmt, dann wäre das wohl das erste Mal, dass ein Smartphone-Hersteller sich gegen den Suchgiganten aus Mountain View durchgesetzt hat. Blackberry legt viel Wert auf Sicherheit und darauf, dass die eigenen und die Daten der Nutzer untereinander verschlüsselt und mit einem gewissen Sicherheits-Standard behandelt werden und das ist auch hoch löblich. Ob sich das jedoch auf die Arbeit des Smartphones auswirken wird, wird sich wohl zeigen müssen.
Weniger genau hat man es dann aber mit der Sicherheit uns gegenüber mit dem Namen des kommenden Sliders genommen. Ich versuche so gut zu zitieren, wie es geht:

es gibt einen Marvel-Comic, in dem viele Superhelden auftauchen. Zu dem Comic gab es auch zwei Filme. So wird das Handy unter Umständen, eventuell, womöglich heißen

– und da wir Blackberry Ultron und Blackberry X-Men wohl ausschließen können, steht der Name Blackberry Avenger wohl für das Smartphone mit gebogenem Display und ausschiebbarer Tastatur fest. Vorgestellt soll das Gerät übrigens irgendwann im Oktober/November diesen Jahres werden.

Ein ziemliches Zeichen was man da setzt; wenn Blackberry mit dem Release des Avenger nicht durch die Decke geht und dem Namen gerecht wird, könnte das wiederum Blackberry unter Umständen noch weiter ins Aus schießen. Blackberry war viele Jahre lang die Nummer 1 unter den Business-Geräten und hat (und das muss man leider so sagen) den Startschuss verpennt. Derzeit bedient man eine Nische – vielleicht keine total kleine, eine Nische bleibt es aber trotzdem. Ein fail beim Blackberry Avenger wäre ein echtes Problem für die Kanadier.
Aber wollen wir noch nicht zu schwarz malen – ich bin extrem gespannt auf das Smartphone und darauf, ob Blackberry auch einen festen Platz neben anderen großen Herstellern mit Android-Geräten findet. Gönnen würde ich es ihnen – und mir würde ich gönnen, dass man es sich vielleicht doch noch anders überlegt und das Passport ja vielleicht doch noch mit Android bringt.

 

Hinweis:

Wir wurden darauf hingewiesen, dass „unter Umständen“ und „womöglich“ keine definitiven Aussagen wären – das ist uns natürlich klar. Die Aussagen des Mitarbeiters mussten aber entsprechend formuliert sein, damit er nicht mit Repressalien rechnen muss. Dass das Gerät vielleicht doch noch einer letzten Namensänderung unterzogen werden könnte, ist uns ebenfalls klar. Uns wurde aber von zwei Mitarbeitern bestätigt, dass Venice als Name definitiv nicht final ist!

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